Am Sonnabend, dem 20. Juni 2026, wird es bunt auf Dresdens Straßen. Die Queer Pride Dresden lädt Queers, Freundinnen, Freunde und Unterstützende zur inzwischen sechsten Demonstration ein. Los geht es um 14 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt.
Die Route führt zunächst über die Marienbrücke in Richtung Altstadt am Elbufer entlang. Nach einer Zwischenkundgebung am Sachsenplatz zieht die Demonstration über die Albertbrücke zurück in die Neustadt. Gegen 17 Uhr soll der Zug den Alaunpark erreichen.
Die Veranstaltenden kündigen eine rollbare Strecke an. Menschen, die Fragen zu möglichen Barrieren haben oder Unterstützung benötigen, können sich vorab an das Organisationsteam wenden.
Sichtbar durch die Stadt
Die Queer Pride Dresden versteht sich als politische Demonstration für queere Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Gleichzeitig soll der gemeinsame Zug durch die Stadt einen Raum schaffen, in dem sich Menschen begegnen, vernetzen und solidarisch miteinander zeigen können.
Die Demonstration beginnt am Bahnhof Neustadt, überquert jedoch gleich zweimal die Elbe. Damit bleibt sie nicht allein im Szeneviertel, sondern trägt ihre Anliegen sichtbar durch einen großen Teil der Dresdner Innenstadt.
Was ist der Unterschied zum CSD Dresden?
Der wichtigste Unterschied liegt nicht im grundsätzlichen Ziel, denn beide Veranstaltungen setzen sich für die Rechte, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe queerer Menschen ein. Sie werden jedoch von unterschiedlichen Gruppen organisiert und setzen andere Schwerpunkte.
Der CSD Dresden wird vom eingetragenen Verein CSD Dresden e. V. getragen. Der Verein besteht seit 1994, versteht sich als Sprachrohr queerer Menschen in Dresden und Sachsen und organisiert neben der Demonstration ein mehrtägiges politisches Straßenfest sowie Programmwochen mit Kultur, Diskussionen und weiteren Veranstaltungen. Der CSD arbeitet mit festen Vereinsstrukturen, Sponsoren, Mitgliedern und politischen Forderungskatalogen.
Die Queer Pride Dresden ist eine eigenständige Veranstaltung und kein zweiter Termin desselben Vereins. Sie betont stärker einen basisnahen, aktivistischen und ausdrücklich antifaschistischen Ansatz. Auf ihrer Internetseite verbindet sie queere Politik regelmäßig mit antifaschistischen Bündnissen, Protest gegen rechte Aufmärsche und Solidarität mit anderen politischen Bewegungen. Das Motto der Pride 2025 lautete beispielsweise „Queer and antifascist – unsere Brücken halten“.
Route der Queer Pride Dresden
Start ist am Sonnabend, dem 20. Juni 2026, um 14 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt. Eine Zwischenkundgebung ist am Sachsenplatz geplant. Das Ende wird gegen 17 Uhr im Alaunpark erwartet.

Nach der Demonstration wird weitergefeiert
Ab 20 Uhr beginnt im objekt klein a die offizielle Afterparty unter dem Motto „Too Hot To Handle“. Auf dem Programm stehen queere Performances, Rap, Pop, Punk, Livemusik und elektronische Musik auf mehreren Tanzflächen.
Angekündigt sind unter anderem BB, Flying Earrings, Schmutz, Die Igitten und die Gruppe Kohlenstoff. Elektronische Musik kommt beispielsweise von Estrade, Shannon Soundqvist, Ibu&Gin, Flexible Heart, Hnylune, Friggi, DJ Soundi, DJ Trashken und Zander.
Zum Bühnenprogramm gehören außerdem Auftritte von ArSam MehrAhrad, Eden Macucci und Lilith E. Yum. Informationsstände beschäftigen sich mit sexueller Gesundheit, körperlicher Selbstbestimmung und queerer Politik. Pommes, Crêpes und ein Solischnaps sollen ebenfalls durch die lange Nacht helfen.
Die Party läuft nach Angaben der Veranstaltenden bis 6 Uhr am Sonntagmorgen. Der Eintritt kostet auf solidarischer Basis zwischen 10 und 20 Euro. Der Einlass ist ab 18 Jahren möglich.

Fantasievoll, aber nicht unbekleidet
Das Motto „Too Hot To Handle“ darf auch bei der Kleidung sichtbar werden. Erwünscht sind bunte, ausgefallene und fantasievolle Outfits. Einige Grenzen formulieren die Veranstaltenden allerdings deutlich. Brustwarzen und Genitalien müssen bedeckt bleiben, vollständige Nacktheit gilt nicht als Outfit. Militärkleidung ist auf höchstens ein einzelnes Kleidungsstück pro Person begrenzt.
Für die Party werden laute Musik, Lichteffekte und leichter Nebel angekündigt, Stroboskoplicht soll nicht eingesetzt werden. Der Haupteingang besitzt Stufen, ein barrierefreier Zugang ist über einen Nebeneingang möglich. Eine barrierefreie Toilette kann mit einem Euroschlüssel genutzt werden.
Die nahe gelegenen Straßenbahnhaltestellen sind nach Angaben der Veranstaltenden für manche Rollstühle nur mithilfe einer Rampe zugänglich.
Queer Pride Dresden
Sonnabend, 20. Juni 2026
Start um 14 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt
Zwischenkundgebung am Sachsenplatz
Ende gegen 17 Uhr im Alaunpark
Afterparty „Too Hot To Handle“
- Juni 2026, 20 Uhr bis 6 Uhr
objekt klein a
Meschwitzstraße 9
01099 Dresden
Anfahrt mit den Straßenbahnlinien 7 und 8 bis S-Bahnhof Industriegelände
Eintritt auf Solibasis zwischen 10 und 20 Euro
Einlass ab 18 Jahren
Fragen zu Barrieren können per E-Mail an accessibilty_queerpride@riseup.net geschickt werden.
