Neues Sportgerät im Stadtteil

Wir haben ein neues Sportgerät im Stadtteil, ein sogenannter Pumptrack steht seit kurzem neben dem „Trümmerberg“ an der Magdeburger Straße.

Ein Pumptrack ist eine speziell konzipierte, künstlich angelegte Strecke für Mountainbikes, die auch als Track bezeichnet wird.

Ziel ist es, ohne Pedalieren durch geschickte, rhythmische Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers – das sogenannte Pumpen – Geschwindigkeit aufzubauen, wobei das stark wellige Profil der Strecke genutzt wird.

Pumptrack an der Magdeburger

Die Radfahrenden stehen dabei überwiegend auf den Pedalen und sitzen lediglich zu Beginn kurz im Sattel.

Neben Mountainbikes und BMX-Rädern kann der Pumptrack auch mit Laufrädern, Scootern, Surfskates, Skateboards sowie – mit schmaleren Spuren – Inlineskates.

Aufbau

Fest angelegte Pumptracks bestehen aus einem Rundkurs, der aus Materialien wie Erde oder Lehm gebaut ist. Der etwa einen Meter breite Trail ist mit Wellen, Steilwandkurven und gelegentlich Sprüngen gestaltet und ermöglicht das Fahren in beide Richtungen, da die Anlage in ebenem Gelände erfolgt.

Moderne Pumptracks werden häufig mit harten Materialien wie Asphalt oder Beton ausgestattet. Diese feste Oberflächenbeschaffenheit bietet zahlreiche Vorteile, darunter geringerer Wartungsaufwand, Wetterunabhängigkeit und die Zugänglichkeit für diverse Sportgeräte wie Skateboards, Mini-Scooter und Inlineskates.

Wir haben aber einen modularen Pumptracks aus vorgefertigten Elementen in die Friedrichstadt bekommen

Pumptrack

Funktionsweise

Um ein Fahrrad durch rhythmisches Drücken effizient voranzutreiben, ist ein bestimmter Abstand der Wellen erforderlich, die in ihrer Form an Sinuskurven erinnern, sowie präzise definierte Kurvenradien. Vereinfacht gesagt, verstärkt das „Pumpen“ bergab auf einer geneigten Ebene gezielt die Hangabtriebskraft, während beim Auffahren auf eine Welle die bremsende Komponente verringert wird. Dies geschieht durch das Einknicken der Knie und das Beugen der Arme, wodurch Bewegungsenergie optimal genutzt wird. Ein ähnlicher Effekt tritt beim Fahren durch enge, stark überhöhte Steilkurven auf. Im Scheitelpunkt der Kurve wird ebenfalls durch gezieltes Pumpen gegen die Zentrifugalkraft gearbeitet. Mit gutem Timing können diese Vorgänge kombiniert werden, sodass das Fahrrad gänzlich ohne Pedaleinsatz an Geschwindigkeit gewinnt. Erfahrene Fahrer erreichen auf diese Weise sogar genug Tempo, um Kunststücke wie Sprünge über mehrere Wellen auszuführen.

Befahrbarkeit

Prinzipiell lässt sich ein Pumptrack mit jedem Mountainbike befahren.

Fortgeschrittene Fahrer greifen jedoch eher auf kleinere, ungefederte Modelle wie Dirtbikes oder BMX-Räder zurück.

Bei Fahrrädern mit Federung wird in der Regel die Blockierfunktion (Lock-out) genutzt, sofern vorhanden. Andernfalls würde die Energie, die durch das Pumpen ins Fahrrad eingebracht wird, von der Federung aufgenommen, anstatt in Vortrieb umgesetzt zu werden.

Hinweise am Pumptrack

Geschichte

Die ersten Pumptracks entstanden in den 1970er- und 1980er-Jahren in den USA während des aufkommenden BMX-Trends. Sie waren jedoch noch relativ einfache BMX-Strecken.

Der erste moderne Pumptrack wurde 2003 in Australien gebaut. Profidownhiller legten ihn als Trainingsgerät an.

Die Bekanntheit dieser Strecken wuchs ab 2005 deutlich, als im Mountainbikefilm *Earthed 2* der Profidownhiller Mick Hannah einen selbst gebauten Pumptrack in seinem Garten befuhr.

Zeitgleich begann der ebenfalls berühmte Downhillfahrer Steve Wentz, in den USA einen eigenen Pumptrack zu errichten. Dies führte zur Gründung einer Gruppe um Lee McCormack, die heute als Pionier des modernen Pumptrackbaus gilt. McCormack erwarb sich großen Respekt in der Szene, vor allem durch seine detaillierte Anleitung zum Bau eines Pumptracks, die er 2006 veröffentlichte.

Größer und fest angelegte Pumptracks gibt es in Dresden auch, so zum Beispiel in Hosterwitz (Pillnitzer Landstraße), beim Dirt & Dust e.V. – Bike Areal Dresden (Franklinstraße Ecke Strehlener Straße) und natürlich im Skaterpark Lingnerallee.

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