Fahrgäste der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) müssen sich an diesem Freitag erneut auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Belegschaft des Unternehmens dazu aufgerufen, ihre Arbeit den gesamten Tag niederzulegen.
Daher werden Straßenbahnen und zahlreiche Busse höchstwahrscheinlich in den Depots bleiben. Auch der Betrieb der Bergbahnen wird vollständig eingestellt.

Der Warnstreik betrifft ausschließlich die Verkehrsbetriebe selbst, nicht jedoch deren Tochtergesellschaft Dresdner Verkehrsservicegesellschaft (DVS) oder andere Dienstleister, die im Auftrag der DVB tätig sind.
Aus diesem Grund sind einige Buslinien, die nicht direkt von der DVB betrieben werden, weiterhin regulär in Betrieb.
Ebenso bleiben die Fähren, regionale Busverbindungen sowie der S-Bahn- und Regionalzugverkehr vom Streik unberührt.
Hintergrund
Seit Ende Januar verhandeln die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Arbeitgeber in Sachsen über den Manteltarifvertrag.
Bereits Anfang Februar hatte Verdi mit einem eintägigen Warnstreik Druck ausgeübt.
Eine der zentralen Forderungen der Gewerkschaft ist die Einführung einer 35-Stunden-Woche.
Die Arbeitgeber hingegen forderten zu Beginn der Verhandlungen sogar eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Derzeit arbeiten DVB-Beschäftigte 38 Stunden pro Woche.
Verdi weist auf festgefahrene Tarifverhandlungen hin.
Trotz einiger Zugeständnisse, die nach dem ersten Streik gemacht wurden, fehlt es laut der Gewerkschaft nach wie vor an Verhandlungsbereitschaft insbesondere in der Frage einer Arbeitszeitverkürzung. Darüber hinaus beklagt Verdi geplante Kürzungen beim Urlaub sowie eine Verschlechterung des Zuschusses zum Krankengeld.
Ihr wollt genau wissen wo ihr am Freitag mit Einschränkungen bei der DVB müßt, könnt ihr euch auf der Homepage der DVB informieren.
