Heute am 25. Februar begeben wir uns in die faszinierende Welt der deutschen Sprache, denn wir feiern den Tag der Hypotaxe.
der Ehrentag der Schachtelsätze
Die Idee für den Ehrentag der Schachtelsätze geht auf den deutschen Cartoonisten Bastian Melnyk zurück. Gemeinsam mit anderen kreativen Köpfen wie dem US-amerikanischen Ehepaar Ruth und Thomas Roy hat sich Bastian einen festen Platz unter den Erfindern skurriler Feier- und Aktionstage gesichert.
Hypotaxe
Die Hypotaxe, die als syntaktisches Stilmittel in der Sprach- und Literaturwissenschaft jene Form der Satzverknüpfung bezeichnet, bei der mehrere Haupt- und vor allem Nebensätze durch unterordnende Konjunktionen, Relativpronomen oder andere syntaktische Mittel so miteinander verschachtelt werden, dass ein komplexes Gefüge aus abhängigen Teilsätzen entsteht, das im Unterschied zur Parataxe nicht auf bloßer Nebenordnung, sondern auf einer klaren hierarchischen Struktur beruht, in der einzelne Aussagen logisch, temporal, kausal, konditional oder konzessiv aufeinander bezogen sind und sich wechselseitig präzisieren, erweitern oder einschränken, gilt seit der antiken Rhetorik als Ausdruck differenzierten Denkens und stilistischer Kunstfertigkeit, weil sie es ermöglicht, vielschichtige Gedankengänge, abstrakte Zusammenhänge und feine Bedeutungsnuancen innerhalb eines einzigen, kunstvoll gebauten Satzgebildes darzustellen, das, sofern es sprachlich souverän gestaltet ist, trotz seiner Länge und Komplexität nicht unverständlich wirken muss, sondern im Gegenteil eine besondere gedankliche Tiefe und strukturelle Eleganz entfalten kann.
Hier einige Beispiele mit Friedrichstadtbezug:
über den Stadtteil

Die Dresden-Friedrichstadt, die als einer der ältesten, im 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des Dorfes Ostra gegründet und später nach Kurfürst Friedrich August II. benannt wurde, ist zugleich einer der geschichtsträchtigsten Stadtteile der sächsischen Landeshauptstadt westlich der historischen Altstadt zwischen Elbe, Weißeritz und den weitläufigen Gleisanlagen des ehemaligen Bahnbetriebswerks gelegen ist und deren Entwicklung im 18. Jahrhundert unter der Regentschaft Augusts des Starken mit einer planmäßigen barocken Stadterweiterung begann, die von großzügigen Achsen, repräsentativen Gebäuden und bedeutenden Einrichtungen wie dem damaligen Krankenhauskomplex geprägt war, hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch Industrialisierung, Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, sozialistischen Wiederaufbau und tiefgreifende städtebauliche Veränderungen nach der deutschen Wiedervereinigung zu einem vielschichtigen urbanen Raum gewandelt, in dem historische Bauten, funktionale Nachkriegsarchitektur, moderne Gewerbe- und Logistikflächen sowie kulturelle und soziale Einrichtungen nebeneinander bestehen und der dadurch nicht nur ein eindrucksvolles Spiegelbild der bewegten Dresdner Stadtgeschichte darstellt, sondern zugleich als lebendiger Wohn-, Arbeits- und Gesundheitsstandort eine wichtige Rolle im heutigen Gefüge der Elbmetropole einnimmt.
über die Yenidze

„Die im Jahr 1909 als Tabakfabrik fertiggestellte Yenidze, die aufgrund des Verbots, in der Dresdner Innenstadt Fabrikbauten zu errichten, die nicht dem bürgerlichen Stadtbild entsprachen, vom Architekten Martin Hammitzsch kurzerhand im prachtvollen Stil einer Moschee mit einer farbenprächtig verglasten Kuppel und als Minarette getarnten Schornsteinen entworfen wurde, gilt heute nicht nur als eines der markantesten Industriedenkmäler der Stadt, sondern beherbergt nach einer wechselvollen Geschichte, die von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis zur aufwendigen Sanierung in den 1990er-ahren reicht, unter ihrer weithin sichtbaren Glaskuppel ein Restaurant mit Panoramablick sowie eine Bühne für regelmäßige Märchenerzählungen.“
über das Steyer Stadion

Das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden, das im Jahr 1919 eröffnet wurde und malerisch zwischen der Elbe und dem Sportpark Ostra im Herzen der sächsischen Landeshauptstadt liegt, über Jahrzehnte hinweg als traditionsreiche Heimstätte bedeutender Leichtathletik-Veranstaltungen sowie als Austragungsort zahlreicher Fußballspiele diente, insbesondere für Vereine wie die Dresdner Sportgemeinschaften der Nachkriegszeit, im Laufe seiner bewegten Geschichte mehrfach umgebaut, modernisiert und schließlich grundlegend saniert wurde, sodass es heute als modernes Mehrzweckstadion mit zeitgemäßer Infrastruktur und einer Kapazität von rund 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowohl dem Breiten- als auch dem Spitzensport eine eindrucksvolle Bühne bietet und zugleich als architektonisches wie sporthistorisches Wahrzeichen der Stadt Dresden gilt.
über das Krankenhaus

Das Städtisches Klinikum Dresden-Friedrichstadt, das im traditionsreichen Stadtteil Friedrichstadt unweit der historischen Altstadt von Dresden liegt und dessen Ursprünge bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen, als es aus einem barocken Krankenhauskomplex mit dem markanten Hauptgebäude im Stil des Dresdner Barock hervorging, hat sich im Laufe seiner jahrhundertelangen Entwicklung von einer ursprünglich vor allem der Armen- und Seuchenversorgung dienenden Einrichtung zu einem modernen Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit zahlreichen spezialisierten Kliniken und interdisziplinären Zentren gewandelt, in dem heute hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in enger Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre eine umfassende medizinische Betreuung auf aktuellem wissenschaftlichem Stand gewährleisten und das damit nicht nur ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung der sächsischen Landeshauptstadt, sondern zugleich ein bedeutendes architektonisches und medizinhistorisches Zeugnis Dresdner Stadtgeschichte darstellt.
über den Neptunbrunnen

Der Neptunbrunnen Dresden Friedrichstadt, der im historischen Stadtteil Friedrichstadt unweit des barocken Krankenhausensembles des heutigen Klinikums gelegen ist und dessen monumentale Gestaltung mit der kraftvoll modellierten Figur des Meeresgottes Neptun, der mit erhobenem Dreizack über einem von Tritonen, Nereiden und weiteren mythologischen Wasserwesen bevölkerten Sockel thront, nicht nur die künstlerische Ausdruckskraft und das repräsentative Selbstverständnis des barocken Dresdens unter August dem Starken widerspiegelt, sondern zugleich die für das 18. Jahrhundert typische Verbindung aus mythologischer Symbolik, herrschaftlicher Selbstdarstellung und aufwendig inszenierter Wasserkunst verkörpert, hat im Laufe seiner wechselvollen Geschichte, die von politischen Umbrüchen, städtebaulichen Veränderungen, zwischenzeitlichen Umsetzungen, kriegsbedingten Beschädigungen sowie aufwendigen Restaurierungsmaßnahmen geprägt war, seine ästhetische und kulturhistorische Bedeutung bewahrt und steht heute, eingebettet in das architektonische Gefüge der Friedrichstadt, als eindrucksvolles Zeugnis barocker Bildhauerkunst und als identitätsstiftendes Element des Stadtteils, das gleichermaßen kunsthistorisches Interesse weckt wie es als stiller Zeitzeuge Dresdner Geschichte fungiert.

Thomas Mann wäre stolz auf dich!