Die dresdner schmalfilmtage im März 2026
Im März wird es analog in Dresden. Vom 12. bis 15. März 2026 verwandeln die dresdner schmalfilmtage die Motorenhalle im riesa efau in einen Treffpunkt für alle, die Kino nicht nur sehen, sondern erleben wollen. Hier brauchst du kein Abo fürs Streaming und kein Algorithmus entscheidet, was du sehen darfst. Stattdessen echtes Filmmaterial, Projektoren, Licht und Geräusche. Und dieses besondere Flackern, das man nicht simulieren kann.

Roots and Riots – woher der Film kommt und wohin er geht
Die 27. Ausgabe des Festivals steht unter dem Motto „Roots and Riots“. Es geht um die Ursprünge des Schmalfilms und um seine widerständige Kraft bis heute. Schmalfilm war nie nur Technik, sondern immer auch Haltung. Persönlich, experimentell, manchmal unbequem. Genau das zieht sich durch das diesjährige Programm.
Gezeigt werden internationale Filmreihen, Wettbewerbe, Performances und Workshops. Alles konsequent auf 8 mm und 16 mm Film. Das ist kein Nostalgie-Event, sondern lebendige Filmkunst, die im Hier und Jetzt verhandelt wird.

riesa efau. Kultur Forum Dresden, Motorenhalle
Dresden,
Fotograf: Andreas Seeliger
Wer hier landet
Das Publikum ist so vielfältig wie das Programm. Hier triffst du Filmemacher:innen, die analog arbeiten, Künstler:innen und Musikliebhaber:innen. Menschen, die sich für Archive, Geschichte und Gegenwart interessieren. Und natürlich auch Neugierige, die einfach sehen wollen, wie Kino funktioniert, wenn nichts digital glattgebügelt ist. Viele kommen jedes Jahr wieder. Manche stolpern zufällig rein und bleiben hängen.
Wettbewerbe, die wirklich spannend sind
Herzstück des Festivals sind zwei internationale Wettbewerbe.
Beim Internationalen Found Footage Wettbewerb entstehen aus Archivmaterial und gefundenen Filmrollen neue Erzählungen. Politisch, poetisch oder radikal subjektiv.
Im Internationalen Wettbewerb Super 8/16 laufen aktuelle Produktionen aus aller Welt. Danach bleibt das Licht an. Gespräche, Fragen, echtes Feedback. Publikum und Jury vergeben ihre Preise gemeinsam.

Kino wird Performance
Besonders eindrucksvoll sind die Live Formate. Beim Livevertonungswettbewerb entstehen Soundtracks direkt im Kinosaal. Musiker:innen reagieren live auf Super-8-Filme. Kein Abend klingt wie der andere.
Performances wie Jan Kulkas Archeoskop zeigen Film als Licht- und Raumkunst. Mehrere Projektionen, unterschiedliche Formate, ein Spiel mit Wahrnehmung. Kino wird hier körperlich erfahrbar.

Klassiker, Punk und poetische Gegenwart
Das Programm spannt einen weiten Bogen.
Mit Eadweard Muybridge, Zoopraxographer wird einem Pionier der bewegten Bilder nachgespürt.
Die Künstler:innengruppe „Die Tödliche Doris“ bringt Punk, Performance und Filmgeschichte zusammen.
Die polnische Filmemacherin Ewelina Rosińska zeigt drei dichte, sehr persönliche Filme zwischen Landschaft, Erinnerung und Begegnung.
Dazu kommt der Langfilm „Der Fleck“ von Willy Hans. Ein Sommerfilm über Jugend, Stillstand und Ausbruch. Körnig, sinnlich, zeitlos.
Auch für Kinder und Familien
Schmalfilm ist kein Elitenprogramm. In der Schmalfilmwerkstatt für Kinder wird gekurbelt, gezeichnet und ausprobiert. Im Kinderfilmprogramm läuft Kino wie früher. Analog, verständlich, mit Staunen. Der Eintritt für diese Angebote ist frei.
Mehr als Film
Rund ums Kino öffnet die Festival Lounge. Ein Raum für Gespräche, Musik, Getränke und Begegnung. Wer zwischen zwei Programmen bleiben will, bleibt hier. Das komplette Festival spielt sich an einem Ort ab. Das macht es angenehm überschaubar und persönlich.
Gut zu wissen
Festivalpass, Tages- und Einzelkarten sind erhältlich. Viele Begleitangebote sind kostenfrei. Alle Details, Zeiten und Tickets findest du unter www.schmalfilmtage.de. Das vollständige Programm liegt ebenfalls online vor
Und was noch im März?
Passend zu den Schmalfilmtagen ist auch das neue Kursprogramm für März bis Juli 2026 frisch raus. Workshops, Seminare, Kurse und Treffs – für alle, die selbst aktiv werden wollen, gibt es schon jetzt Anmeldungsmöglichkeiten. Details dazu findest du im kompletten März-Programm mit Konzerten, Kursen und Ausstellungen im Anhang oder online.
