Verschiedene Initiativen und Vereine laden am Mittwoch, 10. Juni 2026, zu einer Podiumsdiskussion zum Mietendeckel. Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr im Gewerkschaftshaus Schützenplatz 14 in 01067 Dresden statt.
Die Wohnraumkrise in Dresden und ganz Deutschland ist unübersehbar. Die Mieten steigen rasant und sind für viele längst nicht mehr erschwinglich.
Und die Lage verschärft sich weiter. Doch diese Preissteigerungen geschehen nicht von selbst – sie werden gezielt vorgenommen. Vermieter*innen erhöhen die Mieten, um ihre Gewinne zu maximieren. Gleichzeitig haben die Regierungen der letzten zwei Jahrzehnte nichts unternommen, um die Mieter*innen zu entlasten. Das muss sich ändern.
Nun werden Forderungen zur Einführung eines bundesweiten Mietendeckels debatiert, um dem Mietenwahnsinn ein Ende zu setzen.
Während die Mieten unaufhörlich steigen, geht die Anzahl an Sozialwohnungen und generell bezahlbarem Wohnraum dramatisch zurück.
Dazu häufen sich Eigenbedarfskündigungen, und die Zahl der wohnungslosen Menschen nimmt zu. Wer gezwungen ist umzuziehen, findet oft keine Wohnung, die finanziell noch tragbar ist.
Diese Entwicklung darf nicht länger hingenommen werden: Die Mieten müssen sinken! Unter diesem Motto steht auch die Initiative „Mietendeckel Jetzt!„, die einen Hoffnungsschimmer bietet.
Doch welche Ideen und Lösungen verfolgt diese Kampagne genau? Wie könnte ein Mietendeckel durchgesetzt werden? Und könnte er tatsächlich die bestehenden Probleme dauerhaft lösen? Diese Fragen wollen wir gemeinsam erörtern und diskutieren.
Deshalb haben wurden Vertreter*innen der Berlinhaus Vernetzung, der Mietergemeinschaft Johannstadt und des Dresdner Mietervereins eingeladen. Sie werden ihre Perspektiven zur aktuellen Lage schildern, über ihre Erfahrungen und Erfolge berichten und ihre Einschätzung zum Mietendeckel mit euch teilen teilen.
Im Anschluss seid ihr gefragt: Teilt eure Meinungen, Gedanken und Fragen – wir möchten eure Stimmen hören!
Was beinhaltet der Mietendeckel?
Der bundesweite Mietenstopp schützt Mieter vor Erhöhungen, begrenzt Mieten bei Neuvermietungen und schafft langfristige Entlastung für Mieterinnen und Mieter.
- Bundesweiter Mietenstopp schützt Mieter vor Erhöhungen Der Mietenstopp gilt sechs Jahre lang und verhindert Mieterhöhungen, um Mieterinnen und Mieter zu entlasten und den Wohnkostenanstieg zu stoppen.
- Absenkung überhöhter Mieten auf festgelegte Grenzen Bestehende Mieten, die zu hoch sind, müssen auf die festgelegten Obergrenzen reduziert werden, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.
- Neue Obergrenzen bei Vermietungen für mehr Transparenz Bei Neuvermietungen gelten klare Obergrenzen, die sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren, um überteuerte Mieten zu verhindern.

5 Gründe für einen Mietendeckel
Der Mietendeckel senkt die Mieten
Der Mietendeckel war von Februar 2020 bis April 2021 in Berlin Kraft und viele Mieter*innen hatten dadurch eine günstigere Miete. Er ist bisher das einzige Mittel in der Geschichte der Bundesrepublik, das die Mieten tatsächlich und flächendeckend gesenkt hat. Damit bietet der Mietendeckel eine wirksame Lösung gegen explodierende Wohnkosten und zum Schutz von Mieter*innen.
Der Mietendeckel reguliert die Mieten sofort
Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen wirkt der Mietendeckel unmittelbar. Er reguliert die Mietpreise sofort, ohne lange Wartezeiten für Mieter*innen, die dringend Entlastung benötigen. Gerade in akuten Wohnkrisen ist diese unmittelbare Wirkung entscheidend, um schnell für Stabilität und soziale Sicherheit zu sorgen.
Der Mietendeckel entlastet alle Mieter:innen
Nicht nur einkommensschwache Haushalte, sondern auch die Mittelschicht leidet untersteigenden Mieten. Ein Mietendeckel sorgt dafür, dass Wohnen für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar bleibt.
Damit sorgt er für eine breite Entlastung und schützt vor Verdrängung und Armut.
Der Mietendeckel schafft klare Regeln auf dem Wohnungsmarkt
Mit dem Mietendeckel entstehen klare und nachvollziehbare Regeln für den Wohnungsmarkt. Willkürliche oder überhöhte Mietsteigerungen werden verhindert, und die Rechte der Mieter*innen werden nachhaltig
gestärkt.
Der Mietendeckel wirkt gegen Wohnungslosigkeit und Verdrängung
Durch die Begrenzung der Mieten wird verhindert, dass immer mehr Menschen durch zu hohe Wohnkosten aus ihren Wohnungen gedrängt werden und ihre gewohnten Stadtteile verlassen müssen. Menschen mit geringem Einkommen, Rentner*innen oder Alleinerziehende sind besonders betroffen, da sie oft keine bezahlbaren Alternativen finden. Ein Mietendeckel bremst diese Dynamik und bekämpft so Wohnungslosigkeit und Verdrängung.

Einladung zum Mietendeckel-Online-Meeting
Am 10. Juni 2026 findet ein Zoom-Meeting zum Mietendeckel statt, bei dem Interessierte teilnehmen und sich vorab anmelden können.
Mietendeckel jetzt! Bundesweites Plenum am 10.6.
Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann gibt es eine Einführung um 18:00.
Den Link erhältst du in unserem Telegramkanal oder schreib kurz an info@mietendeckel-jetzt.org.
