SachsenEnergie Glasfaser-Ausbau – Was bedeutet das für die Friedrichstadt?

Mit einer großangelegten Postwurf-Aktion versucht SachsenEnergie derzeit Hausbesitzer:innen in der Friedrichstadt über den geplanten Gasfaser-Ausbau zu informieren und zum Abschluss eines Vertrags zu bewegen.

Die Anschreiben in den Briefkästen sind zum großen Teil bei den Mieter:innen gelandet und haben bei manchen sicherlich für Fragen gesorgt. Mit einer Infoveranstaltung im Kraftwerk Mitte hat SachsenEnergie am gestrigen Dienstag Abend versucht, einige dieser Fragen zu klären.

Warum überhaupt Glasfaser?

Glasfaser gilt als Zukunftstechnologie und das nicht ohne Grund. Die Datenübertragung über Glasfaser ist im Vergleich zu herkömmlichen Kupferleitungen nicht nur deutlich schneller, sondern auch weniger störanfällig und verbraucht deutlich weniger Energie. Glasfaser ist die Antwort auf die Herausforderungen der immer weiter steigenden Datentransferraten durch Streaming, Home Office, Video-Konferenzen oder Online-Gaming.

Mit welchen Einschränkungen ist im Zuge der Bauarbeiten zu rechnen?

Der Bau des Leitungsnetzes erfolgt in so genanntem „Offenen Tiefbau“. Dabei werden Gräben mit circa 60 cm Tiefe und 30 cm Breite vor allem auf den Gehwegen ausgeschachtet. Die Zuwegung zu Grundstücken wird dabei weiter gewährleistet. Es kann aber zu Straßensperrungen und Einschränkungen beim Parken kommen. Zudem kann es vorübergehende Änderungen bei der Müllabfuhr oder dem Lieferverkehr geben.

Rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten wird es laut SachsenEnergie in jedem Fall eine Anwohnerinformation geben.

Wie lange soll der Glasfaser-Ausbau in der Friedrichstadt dauern?

Der Leitungsbau auf einer Straße kann sich über mehrere Wochen hinziehen. Ein Vertreter von SachsenEnergie nannte die Zahl von ca. 30 m pro Tag für den Tiefbau. Für den Anschluss eines Hauses wird hingegen nur ein Tag eingerechnet. Für den Bau des Gebäudenetzes im Haus wurde eine Zahl von 2 Etagen pro Tag genannt.

Die Tiefbauarbeiten sollen bereits im 3. Quartal 2026 beginnen. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 sollen dann die ersten Häuser an das Netz angeschlossen sein. Im ersten Quartal 2028 soll der Ausbau dann komplett abgeschlossen sein.

Was muss ich Hausbesitzer:in tun, wenn ich einen Glasfaseranschluss von der SachsenEnergie haben möchte?

In dem Fall heißt es, zügig Kontakt mit der SachsenEnergie aufzunehmen und einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Als Frist nannte SachsenEnergie dafür den 30. September 2026.

Was kann ich als Mieter:in tun, wenn ich gerne einen Glasfaser-Anschluss hätte?

Als Mieter:in hat man wenig Einfluss darauf, ob und welcher Glasfaser-Anbieter das Haus versorgt. Man kann allerdings die Info von SachsenEnergie an die eigene Hausverwaltung oder die Vermieter:in weiterleiten.

Was ist mit anderen Glasfaser-Anbietern, wie etwa der Telekom?

Auch die Telekom ist mit Glasfaser-Anschlüssen in der Friedrichstadt aktiv und betreibt ein eigenes Netz, welches auch weiter ausgebaut werden soll. Es kann also sein, dass in absehbarer Zeit die Telekom eine ähnliche Kampagne startet und die Gehwege erneut aufgerissen werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass andere Telekommunikationsunternehmen mit der SachsenEnergie kooperieren und ihre Tarife über die vorhandene Infrastruktur anbieten. Diese Option sieht die SachsenEnergie ganz bewusst vor und spricht von so genannten „Offenen Netzen“.

Werden für den Glasfaser-Ausbau von SachsenEnergie in der Friedrichstadt Fördermittel verwendet?

Nein, die SachsenEnergie finanziert den Ausbau in der Friedrichstadt komplett aus eigenen Mitteln. Fördermittel werden dafür nicht verwendet.

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