Was bringt die smarte Stadt dem Viertel?

Eine Wärmepumpe in der Behringstraße klingt zunächst näher als die „Smart City“. Tatsächlich gehört beides zusammen. Dresden erprobt in der Friedrichstadt, wie digitale Steuerung die Wärmeversorgung verbessern kann. Wer wissen möchte, was dahintersteckt, kann am Dienstag, dem 3. November, im Stadtforum nachfragen. Dort stellen Projektverantwortliche ihre Arbeit vor und diskutieren mit Besuchern.

Rathaus Stadtforum Dresden

Die Veranstaltung gehört zu einer Reihe des Modellprojekts „Smart City Dresden“. Drei Termine stehen im November noch bevor. Sie behandeln Energie, Verkehr, städtische Infrastruktur und Bürgerbeteiligung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Friedrichstadt heizt mit

Für unsere Nachbarschaft lohnt besonders der Blick auf das Projekt „Sektorkopplung“. Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein konkretes Vorhaben an der Behringstraße. Dort umfasst das Projekt eine Luftwärmepumpe an einer Wärmeübergabestation. Sie soll Wärme in ein bestehendes Versorgungsnetz einspeisen. Digital vernetzte Hausanschlussstationen und Messdaten sollen helfen, die Versorgung am tatsächlichen Bedarf auszurichten. So beschreibt es die Projektplattform „Smart City Dialog“.

Wer hier wohnt und sich für Fernwärme interessiert, findet damit einen guten Anlass für den Besuch. Fragen nach dem bisherigen Betrieb, dem Nutzen für angeschlossene Häuser und den Grenzen der Technik liegen nahe. Eine niedrigere Heizkostenabrechnung verspricht die Veranstaltungsankündigung allerdings nicht.

Am 3. November stehen außerdem das energieautarke Wohnquartier und das Verkehrsmanagement auf dem Programm. Es geht also um die Frage, wie Dresden Energieversorgung und Verkehr mithilfe digitaler Technik weiterentwickeln will.

Smart City Wärmepumpe Behringstraße
Wärmepumpe Behringstraße: Die Anlage nutzt Umweltwärme und speist sie dank intelligenter Steuerung bedarfsgerecht in das Quartier rund um die Behringstraße ein.

Mitreden soll leichter werden

Der 16. November dürfte besonders Menschen interessieren, die sich im Viertel engagieren, Initiativen organisieren oder ihre Erfahrungen in Stadtplanungen einbringen möchten. Dann stellt sich die „Toolbox Smart Participation“ vor.

Das Projekt bündelt Werkzeuge für Bürgerbeteiligung. Dazu gehören digitale Möglichkeiten zur gemeinsamen Ideenentwicklung, Begegnungsformate in der AGORA des Stadtforums und Ansätze, mit denen die Verwaltung Bürgeranliegen besser bearbeiten will. Die Projektbeschreibung sieht ausdrücklich persönliche, digitale und gemischte Formate vor.

Erfahrungen damit gibt es bereits aus der Friedrichstadt. Die TU Dresden berichtete über Quartiersworkshops auf den Stadtteilfesten im September 2024. Teilnehmer aus Friedrichstadt und Johannstadt wünschten sich unter anderem Verbesserungen für das Gemeinwohl und nachhaltige Lösungen. Für engagierte Nachbarn bietet der Novembertermin deshalb einen Anlass nachzuhaken, was aus solchen Anregungen wird.

Was ist daran neu?

Die Beteiligten zeigen aktuelle Arbeitsstände und bisherige Ergebnisse. Besucher können Fragen stellen, Kritik äußern und Anregungen geben. Interessant ist damit vor allem der Blick auf den Fortschritt. Was funktioniert bereits, was steckt noch in der Entwicklung und welchen Nutzen haben die Menschen davon?

Die nächsten Termine

TerminThemenTreffpunkt
Dienstag, 3. November, 16 bis 18 UhrEnergieautarkes Wohnquartier, Verkehrsmanagement, SektorkopplungAm Lego-Modell
Montag, 9. November, 16 bis 18 UhrSmartes Energiemodell, Erhaltungsmanagement, UmweltmonitoringAm Lego-Modell
Montag, 16. November, 17 bis 20 UhrToolbox Smart ParticipationVeranstaltungsfläche der AGORA

Alle Termine finden im Stadtforum, Waisenhausstraße 14, 01069 Dresden, statt. Der Auftakt zu Apps und offenen Daten am 29. Oktober ist bereits vorbei.

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