In den letzten Tagen erreichten uns Meldungen, dass die Altbauten auf der Berliner Straße und der Behringstraße von der Vonovia an private Investoren verkauft wurden.
Es handelt sich um die Häuser rund um die Ecke Behringstraße/Berliner Straße und was das für die Menschen die in den Häusern leben bedeutet können wir uns recht gut vorstellen.
Nun erreichte uns ein Brief zum Thema, den wir hier gern veröffentlichen.



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Dein Haus wurde verkauft.
Da kam doch dieser Brief. Eigentümerwechsel. Und es betrifft nicht nur dich und deine Nachbarn. Eine ganze Reihe von Häusern auf der Berliner Straße wurden gekauft.
Als ich vor einer Woche spazieren war, fiel mir auf, dass die Wände sauberer waren. Kein Graffiti. Und da dachte ich: Oh, ist doch ganz schön.
Dann hörte ich, dass Wohnungen Balkone erhalten sollen. Auch das fand ich schön – ein Balkon, Blumen, entspannen, im Sommer dort essen.
Aber dann dachte ich nach. Wer macht denn sowas? Und warum? Die Vonovia, die vorherige Eigentümerin, kümmerte sich kaum noch um die Wände. Balkone lies sie auch nicht montieren.
Denn das ist teuer.
Und jetzt wird das gemacht?
Die Berliner Straße 42-46 wurde erst neu gebaut.
Schick sieht es aus.
Teuer sieht es aus.
Nach hohen Mieten sieht es aus.
Und das wird es wohl werden.
Nun werden die alten Häuser saniert. Alles wird schick gemacht. Und dann werden die Mieten erhöht. Viele von uns werden sich das nicht leisten können. Aber wo kann man sich heute noch Wohnraum leisten, hier, in Dresden?
Warum muss bezahlbarer Wohnraum in Schickimicki-Teuer-Teuer-Teuer verwandelt werden?
Für Immobilienunternehmen sind Menschen nur Zahlen und Häuser nur Objekte. Sie wollen nur Geld, viel Geld. Also werden die Wohnungen teuer saniert, die Mieten deutlich erhöht und unsere Friedrichstadt wandelt sich langsam von einem bunten, interessanten Ort zu einem verteuerten, langweiligen Investorenprojekt – ohne Menschen, dafür mit „Rendite“.
Das nennt man Gentrifizierung.
Wir finden das Mist!
Wir, das sind private Mieter, die Fahrradwerkstatt Zum Rostigen Ross, der Garten Nebenan. Uns allen wird gekündigt, ob direkt oder durch unbezahlbare Mieterhöhungen.
Aber wir wollen das nicht einfach so hinnehmen.
Wir wollen mit allen Betroffenen reden.
Wir wollen mit dem Mieterschutzbund in Kontakt treten.
Bitte rede mit deinen Nachbarn, deinen Freunden, mit uns.
Gemeinsam wehren wir uns!
Bleibt auf dem Laufenden, achtet auf Aushänge und gebt Nachrichten aus den verschiedenen Chatgruppen an andere weiter!
