Diese Woche wurden die ersten Parkverbotsschilder aufgestellt und informierten die Anwohnenden. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 29. Juni 2026. Bis Anfang Oktober soll der Durchgang von der Seminarstraße zur Wachsbleichstraße vollständig erneuert werden. Während dieser Zeit müssen Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende mit Einschränkungen rechnen.

Aus einem Trampelpfad wird ein richtiger Weg
Die Stadt bezeichnet die Schluppe offiziell als Quartiersdurchwegung zwischen Seminarstraße und Wachsbleichstraße. Die Verbindung verläuft zwischen dem Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt und den benachbarten Schulen.
Künftig soll hier ein neuer Fuß- und Radweg entstehen. Die Wegeführung wird großzügiger und übersichtlicher gestaltet. Eine neue Beleuchtung soll dafür sorgen, dass sich Menschen auch am frühen Morgen und am Abend sicherer fühlen.

Bislang ist die Schluppe an einigen Stellen eng, unübersichtlich und schlecht beleuchtet. Was tagsüber als praktische Abkürzung funktioniert, wirkt bei Dunkelheit wie ein vergessener Hinterhofweg.
Mehr Grün und Platz zum Verweilen
Die Stadt plant nicht nur eine neue Wegedecke. Entlang der Verbindung sollen auch Grünflächen und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Davon könnten besonders die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schulen, Besucherinnen und Besucher des Krankenhauses sowie die Menschen aus dem Viertel profitieren.
Auch Regenwasser spielt bei der Gestaltung eine Rolle. Niederschläge sollen künftig möglichst vor Ort versickern, statt vollständig in die Kanalisation geleitet zu werden. Damit folgt das Projekt der städtischen Klimaanpassungsstrategie.
Im Frühjahr 2025 konnten Anwohnerinnen und Anwohner ihre Hinweise und Ideen zur Gestaltung einbringen. Die Stadt stellte die Vorplanung damals gemeinsam mit dem Dresdner Landschaftsarchitekten Florian Ehrler im riesa efau vor.
Warum heißt der Weg Schluppe?
Viele Friedrichstädterinnen und Friedrichstädter nennen die Verbindung bis heute Dinterstraße. Im aktuellen Stadtplan ist dieser Straßenname allerdings nicht mehr zu finden. Im Viertel hat sich stattdessen die Bezeichnung Schluppe eingebürgert.
Gemeint ist damit der schmale Durchgang oder Schleichweg zwischen Häusern und Grundstücken. Der Name passt also ziemlich genau zu dem bisherigen Zustand.
Nach dem Umbau dürfte die alte Bezeichnung allerdings weniger gut passen. Aus dem versteckten Durchschlupf soll ein öffentlicher Weg mit Licht, Grün und Aufenthaltsqualität werden.
Vielleicht verliert die Friedrichstadt damit keinen echten Straßennamen, aber zumindest einen ihrer dunkelsten Durchgänge.
