Wenn Patientinnen und Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, geht es um Minuten, um klare Abläufe – und um höchste Sicherheit. Eine Intensivstation des Städtischen Klinikum Dresden erfüllt dafür nun nachweislich besonders hohe Qualitätsstandards: Als eine von bundesweit nur 42 Kliniken wurde sie nach dem anerkannten Zertifikat Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) ausgezeichnet. In Ostdeutschland gehört das Klinikum damit zu einem kleinen Kreis von Vorreitern neben Berlin und Jena, sagt Viviane Piffczyk, Leiterin Unternehmenskommunikation am Städtischen Klinikum Dresden.

„Intensivmedizin ist der sensibelste Bereich eines Krankenhauses. Hier werden die schwerstkranken Patientinnen und Patienten behandelt – mit dem höchsten Risiko für Komplikationen“, sagt Dr. Andreas Nowak, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie.
„Umso wichtiger ist es, dass Qualität nicht vom Zufall abhängt, sondern auf überprüfbaren Strukturen, klaren Standards und gut ausgebildeten Teams basiert.“

Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten
Geprüft wurden unter anderem personelle Ausstattung, medizinische Abläufe, Qualifikation des Fachpersonals sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Zusätzlich zur allgemeinen intensivmedizinischen Schwerpunktversorgung wurde die Station auch für die Bereiche Polytrauma und Neurointensivmedizin ausgezeichnet – also für die Behandlung besonders komplexer Krankheitsbilder nach schweren Unfällen oder neurologischen Erkrankungen.
Für Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen bedeutet das vor allem eines: mehr Sicherheit und Orientierung. „In einer Ausnahmesituation wie einer intensivmedizinischen Behandlung können Angehörige kaum beurteilen, wie gut eine Station aufgestellt ist“, so Chefarzt Andreas Nowak. „Die Zertifizierung schafft Transparenz und Vertrauen.“
Qualität wird sichtbar – auch bundesweit
Ein besonderes Signal: Die zertifizierte Intensivstation kann künftig im Bundes-Klinik-Atlas veröffentlicht werden. Qualität in der Intensivmedizin wird so erstmals für die Öffentlichkeit sichtbar vergleichbar– ein wichtiger Schritt für Patientinnen und Patienten, Zuweisende und Entscheidungsträger.
Starker Effekt auch für Mitarbeitende
Nicht nur Patientinnen und Patienten profitieren von der Zertifizierung. Auch für Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bedeutet sie bessere Arbeitsbedingungen. Klare Strukturen, definierte Verantwortlichkeiten und kontinuierliche Weiterentwicklung sorgen für Sicherheit im Arbeitsalltag – und machen die Intensivstation zu einem attraktiven Arbeitsplatz.
Hinter der Zertifizierung stehen Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen. „Unsere Mitarbeitenden leisten hochkomplexe Medizin – oft unter enormem Zeitdruck“, sagt der Intensivmediziner Nowak. „Die Auszeichnung würdigt dieses Engagement. Gleichzeitig ist sie ein Versprechen an unsere Patientinnen und Patienten: Wir investieren dauerhaft in sichere Strukturen, moderne Medizin und gut ausgebildete Teams.“
