Steinmetze können mehr als Grabsteine
Was haben der Neptunbrunnen und der Alte Katholische Friedhof in der Friedrichstadt gemeinsam? Steinmetze haben hier ihre Spuren hinterlassen. Sie schufen kunstvolle Figuren, Ornamente und Grabmale. Doch was machen Steinmetze eigentlich heute? Und könnte das ein Beruf für den eigenen Nachwuchs sein?
Noch bis zum 29. Oktober 2026 zeigt das Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) im Kulturpalast die Ausstellung „Das Steinmetzhandwerk zwischen Tradition und Moderne“.

Hammer, Meißel und moderne Technik
Wer beim Steinmetz nur an Grabsteine denkt, unterschätzt das Handwerk gewaltig. Steinmetze gestalten Skulpturen, bearbeiten Naturstein und restaurieren historische Bauwerke. Dafür brauchen sie handwerkliches Geschick, Kreativität und ein gutes Auge.
Heute helfen ihnen moderne Maschinen und digitale Technologien. Die Ausstellung zeigt, wie sich traditionelle Handarbeit und moderne Technik ergänzen. Skulpturen, Ornamente und Reliefs geben einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Berufs.
Vielleicht ein Beruf für dein Kind?
Nicht jeder Jugendliche möchte später acht Stunden am Schreibtisch sitzen. Manche arbeiten lieber mit den Händen, gestalten etwas Eigenes und wollen am Ende sehen, was sie geschafft haben.
Genau für sie könnte sich ein Besuch lohnen. Die Ausstellung präsentiert Meisterstücke und Abschlussarbeiten der Steinmetzschule Demitz-Thumitz. Sie zeigen, was junge Menschen in diesem Handwerk lernen und wie viel Kreativität darin steckt.
Vielleicht entdeckt der Nachwuchs hier einen Beruf, den bislang niemand auf dem Schirm hatte.
Die Friedrichstadt liefert Anschauungsmaterial
Wer wissen möchte, was Steinmetze über Jahrhunderte geschaffen haben, muss nur durch die Friedrichstadt spazieren.

Am Neptunbrunnen im Garten des Marcolini-Palais beeindrucken die barocken Sandsteinfiguren. Auf dem Alten Katholischen Friedhof erzählen kunstvoll gestaltete Grabmale und Skulpturen von vergangenen Zeiten.
Doch solche Kunstwerke brauchen Pflege, denn Stein verwittert, Figuren verlieren ihre Konturen und historische Bauteile nehmen Schaden. Steinmetze und Restaurierungsfachleute helfen dabei, diese Zeugnisse zu erhalten.
Damit bleibt das Handwerk auch für die Zukunft wichtig.

Unser Tipp
Die Ausstellung lohnt sich für Jugendliche auf Berufssuche, Familien und alle, die sich für Architektur und Handwerk interessieren. Wer anschließend durch die Friedrichstadt spaziert, entdeckt am Neptunbrunnen und auf dem Alten Katholischen Friedhof gleich die passenden Beispiele.
Und vielleicht betrachtet man einen Grabstein, Hausfassaden und Türportale danach mit anderen Augen.
Die Ausstellung auf einen Blick
Was: Das Steinmetzhandwerk zwischen Tradition und Moderne
Wann: Noch bis 29. Oktober 2026
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 13 bis 18 Uhr
Wo: Zentrum für Baukultur Sachsen, Kulturpalast Dresden
Weitere Informationen: https://www.zfbk.de/programm/ausstellung-das-steinmetzhandwerk/
