Hier nun die Lösung des Adventsrätsel #2. Wir bedanken uns gern noch einmal bei allen die mitgeraten haben.
13.-18. Dezember
Die Vorwerkstraße 13 sieht recht unspektakulär aus. Sie stammt genau wie Nummer 15 auch aus der Zeit der Jahrhundertwende und ist ein für die damalige Zeit typisches Arbeiterwohnhaus.
Spannender und natürlich viel bekannter ist die Adlergasse 14. Unter dieser Adresse findet ihr das Stadt Riesa und den Riesa efau.

Eine nette Geschichte ist auch mit der Hamburger Straße 15 verbunden. Laut dem Wohnungs- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden von 1893 wurde erst im Jahr davor aus Straße vor dem Briesnitzer Schlag die Hamburger Straße. Als Grund werden Verwechslungen mit der Prießnitzstraße in der Neustadt angegeben.
Vor dem Umbau gehörte das Gebäude zum technischen Rathaus und ist nun die Abschiebungshaft.
Die Friedrichstraße 16 ist ein Neubau aus dem Jahr 1996.
An der Löbtauer Straße 17 findet ihr unsere nächste Nummer. Das Haus ist Freunden der Malerei in der ganzen Welt bekannt. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) verewigte es 1910 in seinem Bild „Eisenbahnüberführung Löbtauer Straße in Dresden“. Kirchner war Expressionist und ein Gründungsmitglied der Künstlergruppe Brücke. 1937 bezeichneten die Nationalsozialisten seine Werke als „entartet“.

Jetzt ist das Haus die Heimat des Fanprojektes Dresden. Das Haus wurde um 1894 erbaut. Es trug erst die Hausnummer 1, dann die 11 und ab etwa 1904/05 die 17.
Das Haus Bremer Straße 18 ist das Torhaus des Äußerer Matthäusfriedhof. Der Friedhof wurde 1851 angelegt. Das Torhaus entstand 1861 entstand nach Plänen von Carl Adolph Canzler im neugotischen Stil gestaltetes Torhaus (Parentationshalle) mit Kapelle. Canzlers bekanntester Bau in Dresden ist das Albertinum. Im Jahr 1985 beschloss der Rat der Stadt die „Genehmigung zur Aufhebung des Äußeren Matthäusfriedhofes“. Das Gelände verwilderte, die Gebäude verfielen. Ab 1993 bis 2012 nutzte der Verein „Arbeit und Lernen Dresden e.V.“ das Gelände und leistete damit einen Beitrag zum Erhalt der gärtnerischen Anlage einschließlich eines Teils der Grabstätten. Der Friedhof wurde in Ordnung gebracht. Seit Juni 2013 verwaltet das Umweltzentrum Dresden e.V. den offengelassene Friedhof.
Neben künstlerisch bemerkenswerten Wandgräbern befinden sich auch Gedenksteine auf dem Äußeren Matthäusfriedhof und über 644 Kriegsgräber, wovon 85 Tote namentlich bekannt sind. Deutsche Kriegsopfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges und sowjetische Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkriegs wurden hier beerdigt.

19.-24. Dezember
Weiter ging die Zahlensuche zur Altonaer Straße 19. Das Haus gehört zu den Johann-Meyer-Häusern, die 1905 von der Johann-Meyer-Stiftung (bestand bis 1950) erbaut wurden. Meyer war Großkaufmann und ein großzügiger Spender. Er unterstützte Bedürftige in der Stadt und stellte große Geldbeträge für Wohnungsbau zur Verfügung. Die Johann Meyer Straße im Hechtviertel ist nach ihm benannt.
Die Hausnummer 20 finden wir in der Weißeritzstraße. Es gehört zur sogenannten „Grünen Mitte“ wobei der Name irreführend ist, denn es gehört zu einem Eckneubauriegel. Der Name stammt aus dem Anfang der Bauplanung, damals begehrte die Bürgerinitiative „Grüne Ecke“ gegen die geplanten Gebäude auf. Sie wollten einen wildgewachsenenPark oder wenigstens einige Bäume erhalten.
Oh es riecht gut, oh es riecht fein riefen die Menschen an der Friedrichstraße 21. Hier befand sich eine Bäckerei. Beginnend im Jahr 1905 als Hofmann’s Brod- Weiss- & Fein-Bäckerei wurde bis ca. 1995 hier eine Bäckerei betrieben. Von dem Haus existieren nur noch zwei Etagen.

Im Haus Wachsbleichstraße 22 befand sich einst eine Weinessig- u. Mostrich-Fabrik, heute beherbergt das Gebäude unter anderem den Kinderladen Riese efeu, die Buchkinder Dresden und ein Bücher-Antiquariat. Gebaut 1910 ist es heute eines der letzten noch bestehenden Häuser am westlichen Rand der Friedrichstadt.
Die Bauhofstraße 23 kam eigentlich nur wegen ihre im Stadtteil einmaligen, beleuchteten und historischen Hausnummernanzeige in das Rätsel. Später erfuhren wir das es schon 1865 erbaut wurde und somit ein echter Veteran ist.

Das letzte Rätsel führt uns zurück auf die Weißeritzstraße. Hier die Nummer 24, ein schlichtes Wohnhaus über das wir nichts in Erfahrung bringen konnten, aber wir sind sicher es wohnen nette Menschen darin.
