Eröffnung des Stadtteiltreffs „Eckladen“

Am 23.5. eröffnet ab 15 Uhr der Stadtteiltreff „Eckladen“ auf der Wachsbleichstraße 1. Es gibt Kaffee, Kuchen und Live-Musik. Dazu nette Gespräche mit Gero Hoffmann himself und vielen Gäst:innen. Wir waren mit Gero im Gespräch und haben unter anderem erfahren, was der Stadtteiltreff für eine Funktion im Viertel hat.

Gero Hoffmann vor seinem künftigen Domizil, dem Stadtteiltreff „Eckladen“ auf der Wachsbleichstr. 1

friese Journal: Was genau macht der Eckladen eigentlich? Und seit wann gibt es ihn?

Gero: Ich müsste nachgucken, denke aber, den Laden gibt es seit 2018. Zuerst auf der Wachsbleichstr. 65, dann in der Vorwerkstraße 5 und jetzt im alten Zausel.  Was mache ich eigentlich? Ich rede mit jeder Menge Leuten aus dem Stadtteil über den Stadtteil. Ich vernetze viele Projekte, Akteure und Bewohner:innen miteinander, pflege Kontakte zur lokalen Politik und versuche Menschen zu animieren, sich aktiv in die Entwicklung ihres Stadtteiles einzubringen.

friese Journal: Warum brauchst du dafür ein Ladengeschäft?

Gero: Die Räume sind für Bürgerinnen und Bürger gedacht, die diese zur Umsetzung von eigenen Ideen nutzen möchten. Ich selbst mache gar keine Angebote vor Ort.

friese Journal: Was genau läuft denn da bei dir?

Gero: Derzeit treffen sich Langzeitarbeitslose in meinen Räumen und eine Selbsthilfegruppe mit Suchthintergrund. Darüber hinaus finden die Redaktionssitzungen von friese Journal hier statt als auch die Treffen der Bürgerinitiative Lebensraum Friedrichstadt.

friese Journal: Was gehört noch zu deinen Tätigkeiten hier im Stadtteil? Und was hast du für dieses Jahr noch geplant?

Gero: Ich sitze im Verfügungsfonds und entscheide über die Vergabe von städtischen Mitteln für Projekte im Stadtteil, z.B. die Info-Tafeln über historische Orte in der Friedrichstadt oder auch die Begrünung auf dem Bahnhofsvorplatz. Für den Garten der Sinne plant der Kleingartenverein an den Menagerie-Gärten eine Solaranlage. Bei diesem Prozess stehe ich beratend zur Seite. Mit Kolleginnen aus anderen Projekten (Mobile Arbeit Friedrichstadt und riesa efau) plane ich das Stadtteilfest, bin derzeit Sprecher der Stadtteilrunde und halte generell Augen und Ohren offen im Stadtteil.

Derzeit stecke ich in der Vorbereitung für das 29. Friedrichstädter Stadtteilfest und vielleicht stellen wir dieses Jahr den ersten Friedrichstädter Adventskalender auf die Beine. Mal sehen…

friese Journal: Welche Beziehung hast du zu diesem Stadtteil, dass du diesen Job machst?

Gero: Meine ersten Beziehungen zu diesem Stadtteil knüpfte ich 1991 im damaligen Notenkeller im riesa efau. Da habe ich am Tresen gestanden und Einlass gemacht. Als Sozialarbeiter bin ich seit 17 Jahren im Viertel unterwegs. Zunächst viele Jahre als Straßensozialarbeiter in der Mobilen Arbeit Friedrichstadt auf der Adlergasse 2. Da die Gemeinwesenarbeit in der Straßensozialarbeit verankert ist, bin ich peu á peu immer tiefer in den Stadtteil hineingezogen worden. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand die Idee des Stadtteiltreffs, die wir 2018 dann glücklicherweise über die Finanzierung des Europäischen Sozialfonds mit Unterstützung des Stadtplanungsamtes umsetzen konnten.

friese Journal: Das sind ja schon sieben Jahre! An was erinnerst du dich am liebsten in der Zeit?

Gero: Ein großes Highlight ist nach wie vor das friese Journal. Dass es uns gelungen ist, mit Menschen aus dem Stadtteil eine Stadtteilzeitung auf die Beine zu stellen, ist großartig. Und wenn man weiter zurückblickt, erinnere ich mich gern an die Planung des Spielplatzes Berliner Str. und des Skater-Parks, der jetzt der Platz der Kinderrechte wird.

friese Journal: Wie ist das? Wenn ich jetzt eine Idee habe, die ich gern mit dir besprechen würde, weil ich sie ggf. in deinen Räumen machen will, wie und wo erreiche ich dich?

Gero: Aktuell am besten telefonisch unter 01512/5000729 oder, wenn Licht im Laden brennt.

Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir sehen uns am 23.5. um 15 Uhr auf der Wachsbleichstr. 1 wieder.

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