am Rande 2

Hier der zweite Teil der Interviews die am Rande des Konzertes am vergangenen Samstag im Konzertkeller des Reisa efau entstanden.

Diesmal sprach Andreas von den MINERS mit uns.

MINERS

Hallo Andreas,

ihr als MINERS macht euch auf den Weg in die Dresdner Friedrichstadt um den Konzertkeller des riesa efau zu bespielen. Und wenn ich richtig rechne, scheint das auch schon zum dritten Mal der Fall zu sein. Können wir also davon ausgehen, dass ihr euch „unter Tage“ wohlfühlt?

Haha, sehr gut – danke! Aber in der Tat ist das für uns ziemlich perfekt; die richtige Größe, guter Sound, ein bunt gemischtes Publikum, eine freundliche Crew und ein überaus rühriger Veranstalter. Ja, wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein!

„Rock’n’Roll from DOWN BELOW“ habt ihr euch als Motto auf die Fahnen gedruckt, oder vielmehr auf eure T-Shirts. Dabei leben deine Texte von deinen Emotionen und persönlichen Geschichten. Schreibst du also generell und ausschließlich biografisch – oder ist es doch eher ein lyrisches Ich, das uns hier sein Herz ausschüttet?

Ach, da ist von allem etwas dabei; from down below meint ja auch, von unter etwas herauf zu holen, ans Licht. Meistens will die Musik zuerst raus und es dauert etwas, bis sich die passenden Worte dazu finden. Mir ist schon wichtig, dass das Ganze einen Sinn ergibt. Vom Herz ausschütten würde ich allerdings nicht sprechen; einer unserer jüngeren Songs heißt „Shut Up’n Play!“

Wie steht es denn um Freiberg in musikalischer Sicht? Seit ihr mit eurer Musik dort allein, oder gibt es sowas wie eine kleine Garage- oder Rock’n’Roll-Szene? Von einem Plattenladen, der zumindest bis in die 2000er existent war, weiß ich noch. Dann werden die Kenntnisse schon vage …

Also ich vor einem Vierteljahrhundert angefangen habe, in einer Band zu spielen, gab’s das PI-Haus noch, mit Proberäumen im Keller. Da kannte man sich ganz gut untereinander. Inzwischen habe da allerdings keine Übersicht mehr. Die Auftrittsmöglichkeiten in der Stadt kannst Du eh an einer Hand abzählen. Wenn ich auf Konzerte gehe, dann fahre ich nach Dresden, Leipzig oder Berlin. Und Jaggers Plattenladen ist auch schon ein paar Jahre zu. Leider…

und darunter der Konzertkeller

Ihr habt bereits zwei 7“ Vinyl Singles in Eigenregie herausgebracht und seid, wie eure Kollegen von THEE WOODEN NICKELS, auch auf dem dritten Wildblumenblues Sampler von DJ Cramér vertreten. Da die Singles schon ein paar Jährchen alt sind, sei zum Abschluss noch die Frage erlaubt, ob ihr euch denn nicht auch mal an ein ganzes Album wagen wollt?

Die zwei Singles waren zu jener Zeit ein Herzenswunsch von mir; dass ich den mit den Kollegen umsetzen konnte, das war schon sehr erfüllend! Die alte 8-Spur-Bandmaschine, mit der wir damals aufgenommen haben, gibt’s aber seit 10 Jahren nicht mehr, und auf so Digi-Schnick-Schnack habe ich ehrlicherweise wenig Lust. Songs wären schon genügend da, dass es für drei Platten reichen würde, aber wir spielen am liebsten live.

alle Bilder: Rene Seim

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