Hana kehrt nach 15 Jahren zurück. Doch ihr Dorf ist verschwunden, ihre Mutter gestorben und ihr Bruder unauffindbar. Mit dieser Heimkehr beginnt die Suche nach alten Verbindungen und einem Geheimnis, das ihre Familie entzweit hat. Jiří Hájíček stellt seinen Roman „370 m über NN“ am Freitag, 13. November, in der Zentralbibliothek vor.

Der Roman führt nach Südböhmen, in die 1980er Jahre und die Wendezeit. Für die Kühlwasserversorgung des geplanten Atomkraftwerks Temelín staut man die Moldau auf. Ein Teil des Dorfes versinkt, Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Hana kämpft gegen das Vorhaben und geht schließlich ins Ausland. Als sie zurückkommt, sucht sie nach dem, was von ihrer Heimat geblieben ist.
Hájíček kennt die Landschaft, von der er erzählt. Der 1967 in Budweis geborene Schriftsteller macht seine südböhmische Heimat immer wieder zum Schauplatz seiner Romane. Zweimal erhielt er den tschechischen Literaturpreis Magnesia Litera. In Dresden stellt er außerdem „Der Drache auf dem Feldweg“ vor.
Durch den Abend führt Steffen Neumann, der für die Sächsische Zeitung aus Tschechien berichtet. Schauspielerin Elna Lindgens liest. Wer Familiengeschichten mag, die politische Umbrüche durch persönliche Schicksale erzählen, sollte sich diesen Abend vormerken. Am Büchertisch können Gäste Bücher kaufen und von Hájíček signieren lassen.
Unser Tipp
Lesung und Gespräch am Freitag, 13. November 2026, von 19.30 bis 21 Uhr im Veranstaltungsraum im ersten Obergeschoss der Zentralbibliothek, Schloßstraße 2. Der Eintritt kostet 9 Euro, mit gültigem Bibliotheksausweis 6 Euro. Karten gibt es über den auf der Veranstaltungsseite der Bibliothek verlinkten Vorverkauf und an Reservix-Vorverkaufsstellen. Die Service-Theke der Zentralbibliothek verkauft dafür keine Tickets.
