Aus beiden Kirchgemeinden in unserem Postleitzahlenbereich (01067) gibt es Neues zu berichten
katholische Gemeinde

Das Bistum Dresden-Meißen hat am Mittwoch (2.September 2026) den Rücktritt seines Bischofs bekanntgegeben. Papst Leo nahm den Amtsverzicht von Bischof Heinrich Timmerevers (74), dem 50. Bischof von Dresden-Meißen, noch am selben Tag um 12 Uhr an. Timmerevers begründete seinen Schritt damit, dass ihn die Herausforderungen seines Amtes stark beansprucht hätten und er die Leitung des Bistums nun in jüngere Hände legen wolle. Bereits vor Monaten habe er in Rom um seine Entpflichtung gebeten und dies dem Papst persönlich bei einer Audienz erläutert.
Laut der katholischen Presseagentur gibt es keinen konkreten äußeren Anlass oder akute gesundheitliche Gründe. Timmerevers erklärte “ Das Bistum brauche jedoch weiterhin eine Führung mit voller Kraft, und Alter sowie die vielen Aufgaben hätten auch bei ihm Spuren hinterlassen.“
Der 2. September ist zugleich Timmerevers‘ 25. Bischofsweihejubiläum und liegt knapp ein Jahr vor seinem 75. Geburtstag – jenem Zeitpunkt, zu dem Bischöfe dem Papst üblicherweise ihren Rücktritt anbieten. Seit dem 27. August 2016 leitete er die Diözese, zuvor war er Weihbischof des Bistums Münster und Bischöflicher Offizial in Vechta.
Die Zeitschrift „Publik Forum“ vermeldete den Rücktritt bereits einen Tag vorher und vermutet, Kritik an Timmerevers‘ Umgang mit der Missbrauchsaufarbeitung könne eine Rolle spielen. Das Bistum erklärt dazu nur, der Bischof habe sich für die Aufklärung eingesetzt, sei dabei aber teils auf scharfen Widerstand gestoßen.
Ursprünglich war für Samstag (6. September 2026) ein festlicher Gottesdienst zu Timmerevers‘ silbernem Bischofsweihejubiläum geplant – dieser wird nun zugleich seine Verabschiedung.
evangelische Gemeinde

Während die Katholiken nun einen neuen Bischof suchen, führen die Protestanten eine Kirchenvorstandswahl mit möglicher Briefwahl durch.
Am 20. September 2026 findet die Kirchenvorstandswahl im Gemeindehaus der Auferstehungskirche, Reckestraße 6, statt – direkt im Anschluss an den Familien-Gottesdienst, der um 10 Uhr beginnt.
Das Wahllokal im Paul-Gerhard-Zimmer des Gemeindehauses ist bis 14 Uhr geöffnet, danach werden die Stimmen ausgezählt. Begleitet wird die Wahl vom ersten gemeinsamen Erntedank-Gemeindefest der Jakobikirchgemeinde.
Wer kandidiert? Insgesamt 13 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl. Ihre Steckbriefe mit persönlicher Vorstellung sind in allen vier Gemeindebereichen einsehbar. Der künftige Kirchenvorstand wird 16 Mitglieder umfassen: elf werden gewählt, fünf berufen – die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Wer darf wählen? Wahlberechtigt sind alle konfirmierten oder als Erwachsene getauften Gemeindeglieder ab 14 Jahren, sofern sie in der Wählerliste eingetragen sind. Diese kann bis zum 13. September 2026 im Gemeindebüro Reckestraße 6 eingesehen werden.
Briefwahl möglich? Wer am Wahltag verhindert ist oder einen weiten Anfahrtsweg hat, kann per Briefwahl teilnehmen. Dafür ist bis zum 15. September 2026 ein Antrag auf Zusendung der Briefwahlunterlagen zu stellen – entweder mündlich in einem der Gemeindebüros oder schriftlich per E-Mail.
Die Gemeinde freut sich auf eine rege Beteiligung an der Wahl – für eine lebendige, offene und zukunftsfähige Jakobikirchgemeinde!
Kirchenvorstand was ist denn das?
Ein Kirchenvorstand ist das zentrale Leitungsgremium einer Kirchengemeinde. Die genaue Ausgestaltung variiert je nach Konfession und Landeskirche/Bistum.
Hauptaufgaben:
- Finanzen: Aufstellung und Kontrolle des Gemeindehaushalts, Verwaltung von Spenden und Kirchensteuermitteln
- Gebäude und Grundstücke: Instandhaltung von Kirche, Gemeindehaus und Pfarrhaus
- Personal: Mitwirkung bei Anstellungen (z. B. Küster, Organisten), teils bei der Pfarrerwahl
- Rechtliche Vertretung: Vertritt die Gemeinde oft rechtlich und geschäftlich nach außen
- Gemeindeleben: Mitgestaltung von Gottesdiensten und Veranstaltungen
- Zusammenarbeit mit der Pfarrperson: Geistliche Leitung liegt meist bei Pfarrer/Pfarrerin, organisatorische Seite beim Kirchenvorstand
Die Mitglieder werden meist von der Gemeinde gewählt und arbeiten ehrenamtlich. Evangelische Kirchenvorstände haben oft mehr Mitbestimmung, während katholische Bistümer die Letztverantwortung eher beim Pfarrer bzw. Bischof ansiedeln.
