CarolaVOTE ludt alle Dresdner:innen sowie Menschen in der Region ein, vom 13. Juni bis 19. Juli 2026 ihre Meinung zu den vier Entwürfen der neuen Carolabrücke abzugeben. Die ursprüngliche Carolabrücke war am 11. September 2024 aufgrund von Korrosion der inneren Stahlseile eingestürzt.
Vier beauftragte Planungsbüros hatten im Mai 2026 ihre Entwürfe für die neue Carolabrücke eingereicht und vorgestellt. Dann war die Stadtgesellschaft gefragt. Rund 25.900 Menschen haben ein vollständiges Votum zu den vier Entwürfen abgegeben.

In carolaVOTE konnten Interessierte die vier Entwürfe kennenlernen und Ihre Einschätzungen zu verschiedenen Aspekten der Entwürfe abgeben. Das Tool wurde von Urbanista GmbH & Co. KG im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der STESAD GmbH entwickelt.
Mit dem geplanten Neubau soll eine Brücke entstehen, die zukunftsfähig ist und die unterschiedlichen Anforderungen an Mobilität, Stadtbild und Aufenthaltsqualität berücksichtigt.
Barrierearmes Beteiligungsformat
Eingeladen zur Beteiligung an carolaVOTE waren alle Dresdnerinnen und Dresdner sowie Menschen in der Region, also auch Pendler, Besucher und andere der Stadt verbundene Menschen, unabhängig vom Wohnort. Die Beteiligung erfolgte online und anonym. Auch gab es kein Mindestalter oder sonstigen Zugangsbeschränkungen.
Zusätzlich konnte carolaVOTE an den Bürgerkiosken im Stadtforum in der AGORA durchgeführt werden.
An den Tagen, an denen die Ausstellung in der AGORA betreut wurde, gab es vor Ort Unterstützung bei der Teilnahme, die etwa 15 bis 20 Minuten Zeit brauchte.
Zwei wesentliche Themen spielten bei carolaVOTE eine Rolle
Die Entwürfe wurden zunächst in drei Visualisierungen vorgestellt, die einen anschaulichen Überblick vermittelten. Anschließend konnten die Entwürfe in zwei Themenfeldern anhand verschiedener Kriterien beurteilt werden:
Architektur & Städtebau: Hier ging es um die Gestaltung der Brücke und darum, wie sie sich in ihre Umgebung einfügt. Teilnehmende konnten sich Gedanken machen zur Aufenthaltsqualität, zum verwendeten Material oder den Bezug zum Stadtbild.
Verkehr & Technik
: Dieses Themenfeld betrachtete die technischen Aspekte der Brücke. Zum Beispiel Lösungen zu Rad und Gehwegen, der Anbindung an das Verkehrsnetz und die Verkehrsführung.
Zum Abschluss konnten die vier Entwürfe in eine persönliche Reihenfolge gebracht und der Favorit ausgewählt werden.
Die Ergebnisse der Abstimmung sind für den Stadtrat nicht bindend.

So geht es jetzt weiter:
- 7. August: Vorstellung der Ergebnisse der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie der „Carola-Vote“-Ergebnisse
- 18. August: Sitzung des Begleitgremiums, mit Vorstellung der Beteiligungsergebnisse und Platzierung der Entwürfe als Empfehlung für den Stadtrat
- 19. August: Sitzung Bauausschuss zur Information und Debatte
- 1. September: gemeinsame Sondersitzung der Stadtbezirksbeiräte Alt- und Neustadt, mit deren Empfehlung an den Bauausschuss
- 2. September: Sondersitzung der Ausschüsse für Bau, Finanzen und bei Bedarf Umwelt, mit deren Empfehlung für den Stadtrat
- 3. September: Stadtrat entscheidet über Siegerentwurf.
- September 2026: Sieger-Planungsteam wird mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung beauftragt, vorab werden eventuelle Anpassungen vorgenommen.
- August 2027: Stadtrat beschließt den konkreten Bau, inklusive möglicher gewünschter Veränderungen.
- September 2027: Genehmigungsplanung und später Vergabe der Bauleistungen
- Mai 2028: Baubeginn
- 2031: Fertigstellung der neuen Carolabrücke, vorher möglicherweise Teilfreigabe
