Kostenlos vegan essen bei der KüfA

Im Garten nebenan wird heute gemeinsam geschnippelt, gekocht und gegessen. Ab 18 Uhr gibt es kostenloses veganes Essen für alle.

Gemeinsam schnippeln, kostenlos essen: Die KüfA lädt in den Garten nebenan ein

Ein großer Topf, ein paar Schneidebretter und viele helfende Hände, mehr braucht es zunächst nicht. Am heutigen Montag, dem 13. Juli 2026, lädt der Garten nebenan wieder zur KüfA ein. Hinter der etwas rätselhaften Abkürzung verbirgt sich eine „Küche für alle“, bei der nicht nur gemeinsam gegessen, sondern vorher auch gemeinsam gearbeitet wird.

Ab 16 Uhr können Interessierte in den Gemeinschaftsgarten an der Wölfnitzstraße 6 bis 10 kommen und beim Schnippeln sowie bei den weiteren Vorbereitungen helfen. Um 18 Uhr soll das vegane Essen fertig sein. Laut Ankündigung ist die Mahlzeit kostenlos und ausdrücklich für alle gedacht.

Was ist eigentlich eine KüfA?

KüfA steht für „Küche für alle“. Dabei handelt es sich gewöhnlich um ein selbstorganisiertes und nichtkommerzielles Essen, das kostenlos, zum Selbstkostenpreis oder gegen eine freiwillige Spende angeboten wird. Häufig kochen die Beteiligten vegetarisch oder vegan. Wer Zeit hat, hilft beim Vorbereiten, Kochen, Austeilen oder später beim Abwasch.

Das gemeinsame Essen ist jedoch nur ein Teil des Konzepts. Eine KüfA soll außerdem einen Ort schaffen, an dem Menschen unabhängig von ihrem Einkommen zusammenkommen können. Wer heute nur mitisst, steht beim nächsten Mal vielleicht selbst am Schneidebrett.

Der Begriff entwickelte sich aus der linksalternativen Tradition der sogenannten Volxküchen, die sich seit den 1980er-Jahren in selbstverwalteten Zentren, besetzten Häusern und anderen gemeinschaftlichen Projekten etablierten. Inzwischen nutzen viele Initiativen lieber die Bezeichnung „Küche für alle“, weil sie den offenen und nicht ausgrenzenden Anspruch deutlicher ausdrückt. Die Dresdner KüfA-Initiative „Dresden isst bunt“ erklärte bereits 2016 gegenüber der taz, sie habe sich bewusst gegen den historisch belasteten Volksbegriff entschieden.

Kostenlos, aber Bargeld erwünscht

Auf dem aktuellen Veranstaltungsbild steht einerseits, dass es kostenloses veganes Essen für alle gibt. Andererseits bittet das Garten-Team darum, etwas Bargeld mitzubringen. Bei Küchen für alle sind freiwillige Spenden üblich, damit Zutaten und weitere Kosten bezahlt werden können.

Wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen einem festen Eintrittspreis und einer solidarischen Unterstützung. Bei vergleichbaren KüfA-Angeboten gilt häufig das Prinzip, dass Menschen so viel geben, wie sie können oder möchten. Wer gerade kein Geld übrig hat, soll dennoch mitessen können.

Der Garten nebenan ist mehr als eine Grünfläche

Hinter dem Garten steht der buntbrach e. V. Das Gemeinschaftsprojekt möchte nach eigener Darstellung einen offenen Treffpunkt für die Nachbarschaft schaffen. Auf dem Gelände wird nicht nur gegärtnert. Ebenso gehören gemeinsames Bauen, kulturelle Veranstaltungen, Musik, Kunst und offene Treffen zum Programm.

Das Projekt verfolgt die Idee einer vielfältigen und lebendigen Stadtgemeinschaft. Menschen aus der Nachbarschaft und aus anderen Dresdner Stadtteilen sollen sich begegnen, Erfahrungen austauschen und eigene Ideen verwirklichen können. Gleichzeitig vermittelt der Garten praktische Einblicke in den Anbau von Lebensmitteln mitten in der Stadt.

KüfA im Garten nebenan

Termin: Montag, 13. Juli 2026
Mithilfe beim Schnippeln: ab 16 Uhr
Gemeinsames Essen: ab 18 Uhr
Ort: Garten nebenan, Wölfnitzstraße 6–10, 01159 Dresden
Essen: vegan und laut Ankündigung kostenlos
Hinweis: Bargeld wird erbeten, der genaue Verwendungszweck wird in der Ankündigung nicht erläutert

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