Wer am Sonnabend, 4. Juli, über den Dresdner Altmarkt läuft, kann sich vor dem Kulturpalast anschauen, wie ein heute stark versiegelter Platz künftig grüner, schattiger und angenehmer werden könnte. Bündnis 90/Die Grünen Dresden lädt dort von 10 bis 16 Uhr zu einem Infostand der Kampagne „#coolesDresden“ ein.


Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Dresden besser mit Hitze, Trockenheit und Starkregen umgehen kann. Besucherinnen und Besucher können mit Mitgliedern der Partei über mögliche Veränderungen am Kulturpalast-Vorplatz und an anderen besonders aufgeheizten Orten der Stadt sprechen.
Zukunftsbilder zeigen einen grüneren Vorplatz
Am Infostand werden unter anderem mithilfe künstlicher Intelligenz erstellte Bilder gezeigt. Sie sollen veranschaulichen, wie der Vorplatz des Kulturpalastes mit Bäumen, Pflanzflächen, Sitzgelegenheiten und weniger versiegelten Flächen aussehen könnte.
Der Ort eignet sich besonders für diese Diskussion. Der Platz ist heute weitgehend gepflastert, bietet nur wenig Schatten und heizt sich an heißen Tagen stark auf. Nach Angaben der Grünen können die Temperaturen in der Dresdner Innenstadt dann bis zu sechs Grad über den Werten in der Dresdner Heide liegen. Die Partei beruft sich dabei auf die Klimafunktionskarte der Landeshauptstadt Dresden.
Die Grünen unterstützen nach eigenen Angaben auch das Engagement der Dresdner Philharmonie für eine Begrünung des Kulturpalast-Vorplatzes. Sie sprechen sich für dauerhafte Pflanzen, zusätzliche Schattenplätze und eine teilweise Entsiegelung aus.
Großes Banner zeigt den Postplatz im Jahr 2045
Zu sehen ist außerdem die Vision „Postplatz 2045 – Die Stadt der Zukunft“. Das Zukunftsbild wurde vom BUND Dresden und der Lokalen Agenda Dresden gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden sowie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung entwickelt.
Die Darstellung wird auf einem 3,75 Meter breiten und 2,25 Meter hohen Banner präsentiert. Sie zeigt, wie sich einer der bekanntesten, aber auch stark versiegelten Plätze Dresdens durch mehr Grün, ein anderes Wassermanagement und neue Aufenthaltsflächen verändern könnte.
Weitere Visualisierungen beschäftigen sich mit dem Schillerplatz. Besucherinnen und Besucher können damit unterschiedliche Orte vergleichen und sich ein Bild davon machen, welche Möglichkeiten für eine klimaangepasste Stadtgestaltung bestehen.
Gespräch über Hitze und Gesundheit
Am Infostand sollen unter anderem Esther Langer und der Arzt sowie umweltpolitische Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion, Dr. Wolfgang Deppe, für Gespräche zur Verfügung stehen.
Dabei geht es nicht nur um Stadtgestaltung, sondern auch um gesundheitliche Folgen hoher Temperaturen. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder sowie Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen leiden unter langen Hitzeperioden. Auch Wohnungen können sich über mehrere Tage so stark erwärmen, dass nachts kaum noch Abkühlung möglich ist.
Die Kampagne wirbt deshalb für mehr Grünflächen, weniger versiegelte Böden, Schattenplätze, ein besseres Wassermanagement und eine Verkehrsplanung, die mehr Raum für Aufenthalt, Fußverkehr und Radverkehr schafft.
Warum sich ein Besuch lohnt
Der Infostand bietet die Gelegenheit, Zukunftsbilder nicht nur im Internet, sondern direkt an einem der betroffenen Orte zu betrachten. Wer regelmäßig über den Kulturpalast-Vorplatz läuft, kann eigene Beobachtungen und Wünsche einbringen und mit den Verantwortlichen darüber diskutieren, welche Veränderungen realistisch und sinnvoll wären.
Der Termin richtet sich damit nicht nur an Parteimitglieder oder Menschen, die sich bereits mit Klimapolitik beschäftigen. Auch Anwohnerinnen und Anwohner, Familien, ältere Menschen sowie Besucher der Innenstadt können erfahren, warum sich gepflasterte Flächen so stark aufheizen und welche Rolle Bäume, Pflanzen, Wasser und Schatten für das Stadtklima spielen.
Termin: Sonnabend, 4. Juli 2026, 10 bis 16 Uhr
Ort: Vorplatz des Kulturpalastes Dresden
Die Kampagne beginnt bereits am Freitag, 3. Juli, von 8 bis 13 Uhr auf dem Lingnermarkt an der Blüherstraße. Weitere Infostände sind am 4. und 18. Juli jeweils von 10 bis 13 Uhr auf dem Alaunplatz angekündigt.
