Schüler rufen erneut zum Streik gegen Wehrpflicht auf

Am 5. März 2026 soll in Dresden erneut gestreikt werden. Aufgerufen hat dazu das Schulstreikkomitee gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Postplatz. Schon vorab sind Zubringer-Demos angekündigt, die unter anderem am Straßburger Platz, an der Dreikönigsschule und am Hauptbahnhof jeweils um 9 Uhr starten.

Schulstreik Dresden

Worum geht es

Kern des Protests ist die Ablehnung der Wehrpflicht und der verpflichtenden Musterung. Bereits am 5. Dezember 2025 hatten laut Mitteilung bundesweit über 90 Städte an einem Schulstreik teilgenommen. Rund 55.000 Schülerinnen und Schüler seien auf der Straße gewesen, davon etwa 3000 in Dresden. Trotz der Proteste wurde der Beschluss über die Musterung am selben Tag verabschiedet.

Die Initiatorinnen und Initiatoren kritisieren, dass Jugendliche von politischen Entscheidungen betroffen seien, ohne selbst wählen zu dürfen. Sie wenden sich außerdem gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Präsenz der Bundeswehr im öffentlichen Raum und an Bildungseinrichtungen. Genannt werden unter anderem Werbemaßnahmen, Informationsangebote an Schulen sowie Auftritte bei Veranstaltungen wie Hochschulinformationstagen.

Was gefordert wird

Das Schulstreikkomitee fordert unter anderem, weniger Geld in Rüstung und Kriegsvorbereitung zu investieren und stattdessen in soziale Bereiche wie Nahverkehr, Schulsozialarbeit und Suchtprävention. Zudem spricht es sich für Friedensbemühungen und diplomatische Verhandlungen aus und lehnt eine Normalisierung von Krieg und Gewalt ab.

Wer streikt

Angesprochen sind in erster Linie Schülerinnen und Schüler. In der Mitteilung heißt es jedoch ausdrücklich, dass auch Studierende, Eltern, Erwachsene und Rentner willkommen seien. Unterzeichnet ist der Aufruf von einer Dresdner Schülerin, die Teil des Schulstreikkomitees ist.

Der 5. März soll nach Vorstellung der Organisatoren kein normaler Schultag sein, sondern ein Streiktag. Ob und wie viele dem Aufruf folgen, wird sich zeigen. Klar ist nur, dass das Thema Wehrpflicht junge Menschen bewegt und die Debatte damit längst nicht beendet ist.

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