Lösung des Adventsrätsel #1

Wir geben es zu das war schwer, deshalb veröffentlichen wir hier die Lösung des Aventsrätsel #1 2025. Bei allen Mitratenden möchten wir uns rechtherzlichst bedanken.

Wir wissen, dass einige von euch durch den Stadtteil gewandert sind um die Hausnummern selbst zu finden. Unter den vielen richtigen Einsendungen gab es aber auch einige falsche und damit alles geklärt ist folgt hier die Auflösung.

1.-6. Dezember

Das Haus Nummer 1 an der Adlergasse ist eine Besonderheit, denn wen wir nach der niedrigsten Hausnummer in der niedrigsten Postleitzahl in Deutschland suchen werden wir eben dieses um 1890 errichtetes Haus finden.

Adlergasse 1

Gleich um zwei Ecken befindet sich die Wachsbleichstraße 2 an der Haustür befinden sich schmiedeeiserne Gitter in gotischen Formen. In den Gewerberäumen des Erdgeschosses befand sich einst das Restaurant „Zum Alten Dessauer“. Das Eckhaus gehört zum Gesamtbau Adlergasse 13, Wachsbleichstr. 2 / 2b und Weißeritzstr. 52 und wurde laut Inschrift 1898 gebaut.

Die Yenidze hat die Adresse Weißeritzstraße 3 und ist wohl das bekannteste Gebäude in der Friedrichstadt.

Weißeritzstraße 3

Die Gebäude an der Gambrinusstraße entstanden in der Zeit der wirtschaftlichen Umstrukturierung und des Aufschwungs in der Friedrichstadt. Zu sehen ist hier eine Blockbebauung mit Backsteinfassaden, klassische Arbeiterwohnungen mit Gewerbeeinheiten in den Höfen. In Nummer 4 befand sich eine Blumenhalle.

Goethe war hier könnte am Haus Friedrichstraße 5 stehen. Ja war er aber nicht in dem heutigen Haus. Im vormaligen Altbau wohnte im März 1768 J. Wolfgang von Goethe beim Schuster Haucke. Es war sein erster Besuchs in Dresden und in „Dichtung und Wahrheit“ beschreibt er seine Tage in der Stadt und soll dem Schuster ein Denkmal gesetzt haben.

Friedrichstraße 5 (Bild: altes dresden.de)

Fragt ihr ältere Dresdner nach den Gerüchen, die aus der Friedrichstadt nach Pieschen und dem Rest der Stadt zogen werden diese ihr Gesicht verziehen und über den Gestank des Schlachthofes schimpfen. Die Adresse Messering 6 gehörte ebenfalls zum, von Hans Erlwein geplanten, Schlachthofareal.

7.-12. Dezember

Die Cottauer Straße 7 gehört ebenfalls zu einem 1896 erbauten Arbeiterwohnviertel. Leider ist der kleine Lebensmittelladen schon lange Geschichte.

Cottaer Str.7 (gemeinfrei)

Die Nummer 8 gehört zu einem Haus an der Menageriestraße. Eigentlich zählt das Gebäude zur Schäferstraße und hat die Nummern 42-44. So war die neben dem Gitterrolltor zur Tiefgarage lange keine Nummer angebracht, nur neben einer Tür links daneben hing eine 42 sie bei Google noch zusehen. Nun ist sie aber weg und eine 8 ziert den Pfosten neben dem Rolltor.

Eine der ältesten Kleingartenanlagen verbirgt sich hinter der Anschrift Am Bramschkontor 9. Der Kleingartenverein Menageriegärten wird in diesem Jahr 110 Jahre alt und wir werden ihm demnächst einen extra Artikel widmen.

Den Namen des ehemaligen Direktors am Freimaurer-Institut (Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute) in Dresden, August Sigismund Manitius trägt die Straße seit1903. Das Haus Manitiusstraße 10 wurde erst zwei Jahre später erbaut. Auf der Mantiusstraße sollen sich auch die Arbeitsräume der Künstlergruppe Liebes Pferd befunden haben.

Die Seminarstraße bekam ihren Namen 1840 nachdem ersten sächsischen Lehrerseminar, dieses befand sich an dieser Straße und bestand von 1788 bis 1866 . Auf älteren Stadtplänen heißt sie Badergasse, nach der Baderei (errichtet 1678) des Feldschers Johann Meyer.  Zwischen 1964 und 2005 befand sich fast genau an der Ecke Adlergasse/Seminarstraße ein Volksbad. Das Bad hatte über 19 Wannen- und 14 Brausebäder, zur Hälfte für Frauen im Erdgeschoß und für Männer im Obergeschoß. Dazu gab es noch ein „Massenbrausebad“, in dem 15 Männer gleichzeitig duschen konnten. Das Wannenbad kostete 35 Pfennige, die Dusche 15 Pfennige. Der Staat subventionierte die Körperpflege mit 35 Pfennige pro Bad und 15 Pfennige pro Dusche. Eine der ältesten Schulen Sachsens steht an der Seminarstr. Nr. 11.

Seminarstr. Schule Regen Frühjahr
Seminar Straße 11

Die gesuchte Hausnummer 12 findet ihr in der Berliner Straße. Ein unspektakuläres Haus mit einer Durchfahrt in den Hof. Unter dieser Adresse fand man um 1906 Fischwarenhändler Albin Schädlich

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