Im März lohnt sich ein Abstecher ins Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK). Hier wird verhandelt, wie es draußen vor der Tür weitergeht, z. B. an der Carolabrücke, auf großen Verkehrsflächen und in Bestandsgebäuden, die seit Jahren auf eine neue Idee warten. Um Asphalt, der vielleicht grün werden kann, oder um Häuser, die nicht verschwinden müssen, wenn sich Anforderungen ändern.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Carola 3.0 – was passiert rund um die neue Brücke?
Vom 3. bis 5. März läuft die Pop-up-Ausstellung „Carola 3.0 – Mehr als eine Brücke“.
Gezeigt werden Entwürfe von Studierenden der Landschaftsarchitektur an der TU Dresden. Sie nehmen die Flächen zwischen Carolaplatz und Rathenauplatz unter die Lupe. Also genau den Bereich rund um die neue Carolabrücke. Heute dominieren breite Straßenräume mit viel Asphalt und Verkehr.
Die Studierenden zeigen, welches Potenzial darin steckt, die Stadt zukunftsfähiger mit mehr Grün und besseren Aufenthaltsorten zu gestalten. Wenn Wege, die nicht nur Autos im Blick haben. Ihre Entwürfe verstehen Infrastruktur nicht nur als Verkehrsfläche, sondern als Stadtraum. Eine einmalige Chance, die sich hier in Dresden bietet, die Stadt neu gestalten zu können.
Vernissage
Dienstag, 3. März 2026, 18:00 Uhr
Baubürgermeister Stephan Kühn eröffnet den Abend. Prof. Ana Viader Soler von der TU Dresden gibt Einblicke in die Hintergründe der Entwurfsaufgabe. Danach wird gemeinsam durch die Ausstellung gegangen und diskutiert.

Baustelle Transformation – umbauen statt neu verbrauchen
Ab 13. März folgt die Ausstellung „Baustelle Transformation. Zehn Strategien für Stadt und Land“.
Sie ist eine Wanderausstellung des BDA (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten) und des Deutschen Architektur Zentrums. Im Mittelpunkt steht der Bestand. Also das, was längst gebaut ist.
Zehn Strategien zeigen, wie Gebäude und Quartiere weiterentwickelt werden können. Es geht um gemeinschaftliche Nutzungen, neue Wohnmodelle und nachhaltige Umnutzungen. Statt Abriss und Neubau steht das Weiterbauen im Fokus.
Hier wird deutlich: Transformation beginnt nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten im Alltag.
Vernissage
Donnerstag, 12. März 2026, 18:30 Uhr
Nach einer Einführung durch die Kuratorinnen folgt ein Rundgang mit dem Dresdner Architekten und BDA-Präsidenten Alexander Pötzsch.
Vernissage:
Donnerstag, 12. März 2026, 18:30 Uhr
Einführung durch die Kuratorinnen, anschließend Rundgang mit Alexander Pötzsch.
Architektur auf der Leinwand
Am 18. März, 20:00 Uhr wird der DEFA-Klassiker Spur der Steine gezeigt. Der Film erzählt vom Alltag auf einer DDR-Großbaustelle. Von Konflikten, Hierarchien und Improvisation zwischen Plan und Wirklichkeit. In Kooperation mit der Filmgalerie Phase IV.

Reden, zuhören, weiterdenken
Im Rahmen der Ausstellung „Baustelle Transformation“ gibt es zwei Diskussionsabende:
19. März, 18:30 Uhr – „Schritt für Schritt für Schritt“
Am Beispiel Dettmannsdorf wird diskutiert, wie architektonische und soziale Impulse ländliche Regionen stärken können.
26. März, 18:30 Uhr – „Was brauche ich wirklich“
Hier geht es um Nachhaltigkeit und Suffizienz. Wie viel Raum, wie viel Konsum, wie viel Neubau sind tatsächlich notwendig?
Vom Tagebau zur Landschaft
Am 31. März, 18:30 Uhr, steht der Wandel ehemaliger Braunkohlereviere im Mittelpunkt. Bei der Buchvorstellung „Letzte Kohle. Andere Landschaften“: Hier diskutieren Fachleute über ökologische Herausforderungen und neue Perspektiven für diese Regionen.
Warum sich der Besuch lohnt
Wenn du dich schon mal über zugeparkte Plätze, versiegelte Flächen oder leerstehende Gebäude geärgert hast, findest du hier konkrete Ansätze statt Schlagworte. Die Entwürfe zur Carolabrücke zeigen ziemlich anschaulich, was zwischen Asphalt und Ampel noch möglich wäre, nämlich mehr Grün und höhere Aufenthaltsqualität und vielseitige Wegeführungen.
Und bei „Baustelle Transformation“ geht es nicht um ferne Modellprojekte, sondern um Strategien, die auch für Dresden und die Region relevant sind. Umbauen statt abreißen und bestehende Häuser klug weiterdenken und damit Räume schaffen, die Nachbarschaft stärken, statt nur Rendite zu bringen.
Hier bekommst du Stoff zum Mitreden. Für die nächste Diskussion über Stadtentwicklung oder nur am Stammtisch mit deinen Nachbar:innen. Was mit dem Haus an der Ecke passieren soll, wie das Stadtviertel Friedrichstadt zukunftsfähig gemacht werden kann und wie viel Neubau wir wirklich brauchen.
Ort und Zeiten
ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen
Schloßstraße 2, Eingang über Galeriestraße
01067 Dresden
Alle Veranstaltungen: Eintritt frei, Spenden erbeten.
