Der Wintersturm erreichte am Freitagmorgen Dresden. Der starke Schneefall setzte mitten im Berufsverkehr ein, begleitet von Wind, der aus fallendem Schnee sofort Verwehungen machte. Die Fahrbahnen waren schneebedeckt, die Sicht wechselhaft, das Tempo auf den Straßen eher vorsichtig optimistisch.

In der Friedrichstadt begann der Tag damit, dass sich Menschen über vereiste Autoscheiben beugten, während der Schnee schon wieder nachlegte. Wer zu spät kam, hatte immerhin eine gute Begründung. Wer pünktlich war, hatte vermutlich schon am Vorabend angefangen zu planen.

Die schlecht geräumten Straßen wurden schnell zur Herausforderung. Autos schlingerten an Kreuzungen, auf Nebenstraßen kroch der Verkehr. Radwege waren nur sporadisch geräumt.
LKW in den Gleisen auf der Friedrichstraße
Am Samstagabend geriet ein LKW in der Friedrichstraße im Haltestellenbereich in die Gleise und saß fest. Die hohen Bordsteinabsenkungen im Haltestellenbereich wurden dort schon vielen Autofahrern zum Verhängnis. Die Straßenbahnlinie 10 fiel mehrere Stunden aus, bis der Abschleppdienst den Lastwagen von der rutschigen Straße ziehen konnte. Dispatcher der DVB hatten viel zu tun. In Handarbeit mussten die Gleise und Weichen von Schnee und Eis freigehalten werden, damit sie bei den niedrigen Temperaturen nicht einfrieren.




Der Trümmerberg wird zur Rodelpiste
Des einen Leid ist des Anderen Freud. Der Trümmerberg wurde zur Rodelpiste. Viele Menschen mit Schlitten, Brettern und allem, was irgendwie rutschen konnte, amüsierten sich am Berg.
Im Ostragehege zogen sogar Skifahrer:innen ihre Bahnen. Skifahren in Dresden ist ein selten.




Sonntag, Sonne und Eis an der Elbe
Am Sonntag dann der Kontrast. Sonnenschein, klare Luft und knackige Kälte am Sonntag zog die Menschen zu einem Spaziergang an die Elbe. In Ufernähe war das Wasser zugefroren, Eisschollen trieben flussabwärts. Wer dort stand, hatte nicht das Gefühl, mitten in einer Großstadt zu sein, sondern eher am Rand eines Winterbildes
Einfach nur schön strahlten die verschneiten Alleebäume im Ostragehege. Sie wurden oft fotografiert, viele nutzten die Sonne, um Vitamin D zu tanken.
