Vielleicht hast du auch schon einmal an der Ampel gestanden, zwischen Autos, Straßenbahnschienen und einem Radweg, der seinen Namen kaum verdient. Vielleicht bist du im Stadtviertel unterwegs gewesen und hast dich gefragt, ob das hier wirklich alles ist, was eine wachsende Stadt für den Radverkehr übrig hat.
Mit mobiVOTE läuft aktuell eine digitale Bürgerbeteiligung zum Mobilitätsplan Dresden 2035+. Es geht darum, wie wir uns in dieser Stadt künftig bewegen. Also auch darum, ob Radfahren sicherer, entspannter und alltagstauglicher wird.
Hier hast du eine Chance, bei der Stadtplanung mitzureden. Wer sich jetzt nicht beteiligt, darf sich später nicht wundern, wenn wieder nur halbe Lösungen entstehen.

Die Teilnahme dauert etwa 15 Minuten. Bewertet werden Maßnahmen, die direkten Einfluss auf Radwege, Verkehrssicherheit und die Qualität des öffentlichen Raums haben. Und genau hier liegt die Chance, die Situation für die Friedrichstadt zu verbessern. Denn wer täglich unterwegs ist, weiß, dass es an vielen Ecken nicht um Komfort geht, sondern um grundlegende Sicherheit.
Die Abstimmung läuft noch bis zum 7. April 2026 unter
www.dresden.de/mobiVOTE
Stillstand auf dem Elberadweg – und jetzt auch noch zurück auf Anfang
Während also Beteiligung gefragt ist, zeigt ein anderes Beispiel, wie zäh Verkehrspolitik in Dresden sein kann.
Der Elberadweg zwischen Fährgarten und Blauem Wunder ist seit Jahren ein Nadelöhr. Zu schmal, zu voll, zu konfliktanfällig. Der Ausbau wurde bereits 2011 beschlossen. Passiert ist seitdem wenig bis nichts.

Jetzt ist der jahrelange Rechtsstreit rund um die Waldschlösschenbrücke beendet. Eigentlich der Moment, um endlich umzusetzen, was längst beschlossen wurde. Stattdessen hat Baubürgermeister Stephan Kühn angekündigt, die bisherigen Planungen zu verwerfen und neu zu beginnen.
Das ist kein Fortschritt. Das ist ein Neustart nach 15 Jahren Stillstand.
Der ADFC fordert deshalb eine pragmatische Lösung: eine moderate Verbreiterung des bestehenden Weges, orientiert an den üblichen Breiten anderer Abschnitte des Elberadwegs.
Um den Druck zu erhöhen, gibt es eine Aktion:
15 Jahre Stillstand am Elberadweg – Staffelfahrt-Demo
Mittwoch, 1. April 2026
08:30 bis etwa 09:00 Uhr
Elberadweg unter der Waldschlösschenbrücke, Altstädter Seite
In 15 Runden wird sichtbar gemacht, wie viel Zeit verloren gegangen ist. Wer mitfahren will, ist ausdrücklich eingeladen.
Reden reicht nicht – aber ohne Reden geht es auch nicht
Einen Tag vorher gibt es noch eine zweite Gelegenheit, sich einzubringen:
„Ankommen? Aber sicher doch!“ – Diskussion zur Fahrradsicherheit in Dresden
Dienstag, 31. März, 18:00 bis 20:00 Uhr
Impact Hub Dresden, Trompeterstraße 5
Mit dabei sind unter anderem Katja Meier, Stephan Kühn und Vertreterinnen des ADFC. Thema ist der Fahrradklima-Test und die Frage, was sich daraus konkret ändern muss.
Man kann hingehen, zuhören, widersprechen. Alles sinnvoller, als sich später nur zu ärgern. Am Ende bleibt eine einfache Frage: Willst du nur durch die Friedrichstadt fahren oder auch mitentscheiden?
