Die Vorbereitungen für die Baumaßnahme „Quartiersdurchwegung Seminar-/ Wachsbleichstraße“ haben begonnen. Vielleicht ist dir in den letzten Tagen schon aufgefallen, dass an der Schluppe Bäume gefällt und Äste zurückgeschnitten werden. Die Landeshauptstadt Dresden plant den Baubeginn im Juni 2026.
Warum jetzt schon Bäume fallen
Die Arbeiten gehören zu den vorbereitenden Maßnahmen für das Bauprojekt. Bevor gebaut werden kann, müssen Leitungen geprüft, Flächen freigemacht und Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Dazu zählt leider auch der Rückschnitt und teilweise das Fällen von Bäumen.

Baubeginn für 2026 geplant
Die Landeshauptstadt Dresden peilt aktuell den Baubeginn im Juni 2026 an. Die genauen Planungsunterlagen können im Ratsinformationssystem der Stadt abgerufen werden.
Was soll konkret gemacht werden?
Der heutige Weg zwischen Seminarstraße und Wachsbleichstraße gilt offiziell als Angstraum. Schmal, schlecht einsehbar, wenig Licht, kaum Aufenthaltsqualität. Genau das soll sich ändern.
Geplant ist:
Der Weg selbst
- Geradlinige, klare Verbindung zwischen Seminarstraße und Wachsbleichstraße
- Barrierefrei für Rollstuhl, Kinderwagen und Fahrrad
- Deutlich breiter als heute, mit klarer Trennung von Gehen und Radfahren
- Neue, durchgehende Oberflächen statt Flickwerk

Sicherheit & Orientierung
- Deutlich bessere Beleuchtung über die komplette Strecke
- Freiere Sichtachsen, weniger dunkle Ecken
- Der Weg soll nicht nur funktionieren, sondern sich auch sicher anfühlen
Grün & Klima
- Stadtgrün bleibt ein zentrales Thema, auch wenn jetzt erst mal Bäume weichen mussten
- Neue Pflanzungen sind vorgesehen
- Ziel: Klimaanpassung, Verschattung, Kühlung im Sommer
- Entsiegelte Flächen dort, wo es möglich ist
Was entsteht neu?
Hier wird es spannend, denn es geht nicht nur ums Durchgehen, sondern ums Bleiben.
Aufenthaltsorte statt Durchgang
Entlang der neuen Verbindung entstehen bewusst kleine Aufenthaltsorte statt eines großen Platzes. Hier gibt es Sitzgelegenheiten, Treffpunkte und Ecken für eine kurze Pause zwischendurch. Der Weg wird damit mehr als eine praktische Abkürzung, er entwickelt sich zu einem Begegnungsraum, in dem man sich gern aufhält und nicht nur schnell hindurchgeht.
Ausstattung mit Charakter
In der Planung tauchen konkrete Elemente auf:
- Bänke und Sitzdecks
- Fahrradbügel
- Beleuchtung im Quartiersmaßstab (keine grellen Masten)
- Spiel- und Bewegungsangebote wie z. B. Tischtennis oder kleine Aktivpunkte
- Eine Bücherschrank-Idee als niederschwelliger Treffpunkt
Ein Teil dieser Ausstattung wurde gemeinsam mit Schüler:innen des BSZ Gastgewerbe diskutiert und priorisiert. Ob alles davon umgesetzt wird, sehen wir erst im Endergebnis.
Die Stadt formuliert das so: Der neue Weg soll nicht austauschbar wirken, sondern einen eigenen Charakter entwickeln. Geplant sind künstlerische Elemente, die einen klaren Bezug zum Quartier herstellen.
Das Projekt ist Teil des Förderprogramms Westlicher Innenstadtrand (WIR) und muss bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
