Wie ein Ferienworkshop Kinder für Baukultur, Technik und Nachhaltigkeit begeistert
Brücken tragen mehr als nur Verkehr. Sie verbinden Orte, Ideen und manchmal Generationen. Genau darum geht es beim Ferienworkshop „Junior-Brückenbauer“ im Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden. Kinder ab sechs Jahren bauen hier keine Modelle nach Anleitung. Sie denken selbst, probieren aus und erleben, warum Konstruktion, Material und Verantwortung zusammengehören.

Lernen mit Kopf, Händen und Neugier
Der Workshop ist Teil der Ausstellung „Brücken neu denken“. Zum Einstieg gibt es einen kurzen Film, der zeigt, wie Brücken funktionieren und warum sie scheitern können. Danach wird gebaut. Holz, Schrauben und einfache Werkzeuge reichen aus, um erstaunlich stabile Konstruktionen entstehen zu lassen. Der Höhepunkt folgt am Ende mit einem echten Belastungstest. Hält die Brücke oder knickt sie ein? Beides ist erlaubt, beides lehrreich.

Technik verständlich, nicht verklausuliert
Was hier passiert, ist Baukultur ohne erhobenen Zeigefinger. Die Kinder lernen ganz nebenbei, was Tragstrukturen ausmacht und warum Materialeinsatz keine Nebensache ist. Ressourcenschonendes Bauen ist kein Schlagwort, sondern Teil der Aufgabe. Wer zu viel verbaut, hat oft die schlechtere Lösung. Diese Erfahrung bleibt hängen.
Wissenschaft trifft Alltag
Entwickelt wurde das Format gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden. Die Zusammenarbeit sorgt dafür, dass das Wissen fundiert ist, aber nicht trocken daherkommt. Studierende und Fachleute bringen Beispiele aus Forschung und Praxis ein und übersetzen sie in eine Sprache, die Kinder verstehen. Ohne Vereinfachung, ohne Belehrung.
Mehr als ein Kinderprogramm
Auch für Eltern lohnt sich der Blick. Der Workshop zeigt, wie früh Technikverständnis und Nachhaltigkeit zusammengedacht werden können. Und er stellt eine größere Frage. Welche Brücken braucht Dresden wirklich? In der Ausstellung werden dazu auch studentische Entwürfe gezeigt, die neue Antworten auf alte Verkehrsfragen geben.
Baukultur mitten in der Stadt
Dass all das im Herzen der Altstadt stattfindet, ist kein Zufall. Der Kulturpalast ist bewusst gewählt als Ort, an dem Stadtentwicklung sichtbar und diskutierbar wird. Bildungsangebote wie der „Junior-Brückenbauer“ zeigen, wie lebendig Baukultur sein kann, wenn man sie ernst nimmt und offen vermittelt.
Fakten zum Workshop
Montag, 16. Februar 2026
10:00 bis 16:00 Uhr
Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast
Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Der Workshop ist Teil des Ferienprogramms und richtet sich an Kinder ab sechs Jahren. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Programm finden sich auf der Website des ZfBK.
