Hinrich Alpers startet als neuer Klavierprofessor an der Musikhochschule Dresden und wählt für sein Antrittskonzert ein Programm, das Mut, Präzision und ein hörbereites Publikum fordert.

Ein Abend für Menschen, die hören wollen
Am 3. Dezember gibt Hinrich Alpers sein Antrittskonzert als Professor für Klavier und setzt gleich ein Programm, das nach jemandem klingt, der weiß, was er tut. Skrjabins zehnte Sonate, Ravels Gaspard de la Nuit und Beethovens letzte Klaviersonate sind keine höflichen Stücke. Sie verlangen Aufmerksamkeit, Geduld und ein Publikum, das sich gern herausfordern lässt.
Wer ist Prof. Hinrich Alpers?
Alpers ist kein Unbekannter in der Szene. Hinrich Alpers studierte in Hannover und New York bei Bernd Goetzke und Jerome Lowenthal. Er unterrichtete in Hannover, Berlin und Lübeck und ist seit 2021 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
Der Pianist hat international gespielt, Wettbewerbe gewonnen und sich mit Feinsinn wie Kraft einen Ruf erarbeitet, der ihn nun an die Musikhochschule Dresden führt. Mit diesem Konzert zeigt er, wie er denkt: Skrjabin als Einstieg, ein Werk, das wie ein unstetes Licht flackert und sich immer wieder selbst zu enträtseln scheint. Danach Ravel, der mit Gaspard de la Nuit drei pianistische Miniaturen geschrieben hat, die bis heute als Feuerproben gelten. Und zum Schluss Beethoven op. 111, diese Verdichtung aus Dringlichkeit und Einkehr. Man muss sie nicht analysieren, um zu merken, dass sie etwas mit Menschen macht.
Keine Fahrstuhlmusik
Der Konzertsaal der Hochschule ist bekannt für sein Publikum, das zuhört, statt auf die Uhr zu schauen. Wer hingeht, sollte sich auf einen Abend einstellen, der nichts beschönigt und keine Hintergrundmusik liefern will. Es ist ein gutes Konzert für jene, die klassische Musik nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit betrachten.
Termin
Mittwoch, 3. Dezember 2025
19 Uhr
Hochschule für Musik Dresden, Konzertsaal
