Dungeon-Building

Eine geheimnisvolle Burg, ein verschlossener Raum und ein Monster, das auf seine nächste Mahlzeit wartet. Wer solche Abenteuer nicht nur erleben, sondern selbst erfinden möchte, kann am 17. Oktober in der Dresdner Zentralbibliothek zum Architekten fantastischer Welten werden.

Pen and Paper Workshop

Dafür braucht es weder einen Computer noch Programmierkenntnisse. Papier, Würfel, Fantasie und ein paar gute Ideen reichen aus.

Am Samstag, dem 17. Oktober 2026, lädt die Zentralbibliothek im Kulturpalast zum Pen-and-Paper-Workshop „Dungeon Building“ ein. Von 10.30 bis 13.30 Uhr lernen Teilnehmer ab zwölf Jahren, wie sie spannende Fantasy-Abenteuer entwickeln, die sich an einem einzigen Nachmittag spielen lassen.


Was zum Teufel ist ein Dungeon?


Wer bei Dungeon an einen düsteren Kerker denkt, liegt gar nicht so falsch. In der Welt der Pen-and-Paper-Rollenspiele bezeichnet der Begriff einen Schauplatz voller Geheimnisse, Rätsel und Gefahren. Das kann ein unterirdisches Verlies sein, eine verlassene Burg oder ein verwunschener Tempel.


Beim Pen-and-Paper schlüpfen die Spieler in erfundene Rollen. Einer spielt vielleicht einen mutigen Ritter, eine andere eine schlaue Zauberin und der Dritte einen Dieb, der lieber erst einmal die Schatztruhe untersucht. Eine Spielleitung erzählt die Geschichte, beschreibt die Umgebung und stellt die Gruppe vor Herausforderungen. Würfel entscheiden häufig darüber, ob die waghalsigen Pläne tatsächlich funktionieren.


Das bekannteste Beispiel für solche Rollenspiele ist „Dungeons & Dragons“. Anders als bei einem Computerspiel gibt es hier keine vorprogrammierten Lösungen. Die Geschichte entwickelt sich aus den Ideen und Entscheidungen der Mitspieler.


Fünf Räume, ein Abenteuer


Im Workshop geht es allerdings nicht darum, selbst gegen Drachen zu kämpfen. Die Teilnehmer wechseln auf die andere Seite des Spieltisches und entwickeln ein eigenes Abenteuer.
Dabei lernen sie den sogenannten 5-Raum-Aufbau kennen. Hinter dem etwas trockenen Begriff steckt ein ziemlich praktischer Trick. Statt eine riesige Fantasy-Welt mit hundert Schauplätzen zu erfinden, konzentriert man sich auf fünf Stationen, die gemeinsam eine spannende Geschichte ergeben.


Am Eingang wartet vielleicht ein Wächter. Im nächsten Raum müssen die Abenteurer ein Rätsel lösen. Danach sorgt eine unerwartete Wendung für Ärger, bevor die Gruppe ihrem gefährlichsten Gegner begegnet. Am Ende winkt eine Belohnung, sofern die Helden bis dahin nicht sämtliche Würfel gegen sich aufgebracht haben.


Die Teilnehmer lernen, wie sie Kämpfe, Rätsel und überraschende Geschichten miteinander verbinden. Vor allem erfahren sie, wie sie ein Abenteuer so planen, dass es nicht erst nach sechs Spieleabenden seinen Höhepunkt erreicht.


Ein Abenteuer für einen einzigen Abend


Solche kurzen Rollenspielgeschichten heißen „Oneshots“. Anders als bei großen Kampagnen, die sich über Monate erstrecken können, erleben die Spieler die komplette Geschichte in einer einzigen Sitzung.
Das verlangt von den Erfindern einiges an Geschick. Die Handlung muss schnell in Gang kommen, die Rätsel dürfen nicht endlos aufhalten und für das große Finale sollte noch genügend Zeit bleiben.
Genau darum dreht sich der dreistündige Workshop. Die Teilnehmer entwickeln klare Ziele, gestalten interessante Räume und überlegen, welche Herausforderungen ihre Spieler bewältigen sollen.


Am Ende nimmt jeder ein eigenes Dungeon-Konzept mit nach Hause, das sich direkt für einen Spieleabend verwenden lässt.

Pen and Paper Workshop – Dungeon Building
Pen and Paper Workshop – Dungeon Building

Für junge Weltenbauer ab zwölf Jahren

Der Workshop richtet sich an alle ab zwölf Jahren, die Lust haben, eigene Pen-and-Paper-Abenteuer zu gestalten. Wer gern Geschichten erfindet, Fantasybücher liest oder bereits Rollenspiele spielt, findet hier Gelegenheit, die eigene Fantasie auf die Probe zu stellen.
Und vielleicht entsteht im Kulturpalast am Samstag ein Abenteuer, bei dem selbst erfahrene Drachenjäger ins Schwitzen kommen.

Hier beginnt das Abenteuer

Pen-and-Paper-Workshop „Dungeon Building“
Samstag, 17. Oktober 2026, 10.30 bis 13.30 Uhr
Zentralbibliothek im Kulturpalast, Schulungsraum
Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Für alle ab zwölf Jahren.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter zentralbibliothek@bibo-dresden.de.

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