Menschenkette fordert mehr Klimaschutz

Hände reichen, zehn Minuten schweigen und gemeinsam Klimaschutz einfordern. Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, ruft ein Bündnis Dresdner Klimaschutzgruppen um 12 Uhr zur Menschenkette auf dem Schlossplatz auf.

Die Aktion gehört zur bundesweiten Initiative „Es brennt“. Sie organisiert am Tag der Deutschen Einheit Menschenketten im ganzen Land.

Gemeinsam vom Schlossplatz aus

Die Veranstaltenden planen die Menschenkette in zwei Richtungen. Vom Schlossplatz aus reihen sich die Teilnehmenden Richtung Augustusbrücke und Richtung Fürstenzug aneinander.

Zunächst reichen sie sich die Hände und schweigen zehn Minuten. Anschließend halten einige von ihnen fünf Minuten lang ein weißes Blatt Papier hoch. Damit fordern sie einen Neuanfang beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen der Erderwärmung.

Am 3. Oktober 2026 um 12 Uhr laden Dresdner Klimaschutzgruppen zur Menschenkette auf den Schlossplatz ein. Alle Infos zur Aktion „Es brennt“.
Am 3. Oktober 2026 um 12 Uhr laden Dresdner Klimaschutzgruppen zur Menschenkette auf den Schlossplatz ein. Alle Infos zur Aktion „Es brennt“.

Omas For Future, Health For Future, Psychologists und Psychotherapists For Future, Extinction Rebellion und das Widerstandskollektiv laden zu der Aktion ein.

„Wenn wir uns friedlich die Hände reichen, über alle Grenzen hinweg, können wir die Welt verändern“, sagt Versammlungsleiter Christian Bläul in der Pressemitteilung.

Verantwortung für kommende Generationen

Das Bündnis fordert von der Politik, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und das Gemeinwohl vor die wirtschaftlichen Interessen weniger Menschen zu stellen. Dabei berufen sich die Gruppen auf Artikel 20a des Grundgesetzes und die Verantwortung des Staates für künftige Generationen.

Das Bundesverfassungsgericht unterstrich in seinem Klimaschutzbeschluss vom 24. März 2021 diese Verantwortung. Der Gesetzgeber darf notwendige Emissionsminderungen nicht unverhältnismäßig in die Zukunft verschieben und dadurch die Freiheit jüngerer Generationen belasten.

Auch die gesundheitlichen Folgen von Hitze verdeutlichen den Handlungsbedarf. Das Robert Koch-Institut schätzt in seinem Wochenbericht vom 24. September 2026, dass bis zur Kalenderwoche 37 deutschlandweit rund 16.000 Menschen infolge von Hitze starben. Das Institut berechnet diese Zahl mithilfe eines statistischen Modells. Es zählt damit keine einzeln bestätigten Todesfälle durch Hitze.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich am 3. Oktober 2026 um 12 Uhr auf dem Schlossplatz einreihen. Vergesst nicht, ein weißes Blatt einzustecken.

Weitere Informationen zur Menschenkette stehen auf dem Grünen Brett.

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