Verkauft!

Schon wieder mussten wir von der Privatisierung eines Wohngebäudes in der Friedrichstadt erfahren. Es wurde der unter Denkmalschutz stehende Wohnblock an der Waltherstraße verkauft.

Das Gebäude vor dem einst größten Dresdner Straßenbahnhof wurde 1926 von städtischen Hochbauamt unter der Leitung von Paul Wolf errichtet.

Es diente ursprünglich als Unterkunft für die Veraltung des Bahnhofs und als Wohnhaus für die Beschäftigten.

Frontansicht

In den letzten Jahren gehörte das Haus den Dresdner Verkehrsbetrieben und wurde von der STESAD verwaltet, war also (wenn auch indirekt) eine städtische Immobilie.

Nun wurde das Wohnhaus an die Firma Cosona GmbH, einer hauptsächlichst regional agierendenden Immobiliengesellschaft, veräußert.

Das Gebäude wurde bereits am 1. August 26 an den neuen Eigentümer übergeben.

Cosona agiert bei dem Gebäude als Eigentümer und Verwalter gleichzeitig.

Gebaren

Vor nicht allzu langer Zeit tauchte der Geschäftsführer Thomas Thiele selbst bei den im Haus lebenden Menschen auf und wollte sich direkt eine Zustimmung zu einer zweistufigen Mieterhöhung unterschreiben lassen.

Außerdem wollte Fotos von den Wohnungen machen, was er ohne die Zustimmung der Mieter:innen nicht darf. Hier greift der Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes, das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung bezeichnet. Das Besitzrecht gestattet dem Mieter, die angemieteten Räumlichkeiten ungestört zu nutzen, siehe auch § 535 BGB Abs.1

Hofansicht

Thiele versprach den Mieterinnen und Mietern eine Sanierung des Treppenhauses und den Ausbau des Dachbodens und weitreichende Verbesserungen am Haus. Thiele hat scheinbar ganz viel vor mit dem Block.

Nun berichten die Menschen aus dem Haus, dass seit dem Wechsel (August!) die Außenanlage nicht mehr gepflegt und das Treppenhaus nicht gereinigt wird. Zudem sammelt sich zunehmend Müll in den Hauseingängen. Die Menschen im Haus bemängeln zudem die fehlende Däummung des Gebäudes, undichte Fenster und ständig steigende Nebenkosten. Verbesserungen sind nicht in Sicht, Schreiben an die Verwaltung bleiben unbeantwortet. 

Da scheint sich ein Besitzer nicht um sein Eigentum zu kümmern. Dieses Vorgehen steht im krassen Gegensatz zu dem Aussagen der Cosona GmbH in ihrem Internetauftritt.

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