vor dem Gedenktag 2026

Die Aktivitäten der Polizei vor dem Gedenktag 2026 und den angekündigten Aufmarsch von Neonazis und die Gegendemos haben begonnen.

Am Altmarkt, an der Freiberger Straße und am Wettiner Platz werden Absperrgitter abgeladen.

Sollte es zu einem Aufmarsch oder einer Kundgebung am Wettiner Platz kommen so hat dies einen sehr üblen Beigeschmack.

erste Bücherverbrennung

An eben diesem Ort fand vor 93 Jahren, am 8.März 1933, die erste Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten statt.

Unter Polizeischutz verbrannten auf hier Bücher die den Nationalsozialisten nicht deutsch genug waren.

Der „Aktion wider den undeutschen Geist“ und der Sammlung des „zersetzenden Schrifttums“ fielen tausende Bücher zum Opfer, darunter vieler Klassiker der Weltliteratur.

Am Mittwoch, den 8.März 1933, besetzten Männer der SA die Gebäude, die Schutzpolizei und SA sperrten den Platz ab und begannen Schriften und Bücher aus den Räumen des Verlages und der Buchhandlung zu holen. Alles, was sie finden konnten (Dokumente, Karteien, Briefe, Bücher, Flugblätter, Möbel, Akten, Zeitungen, Fahnen) landete auf einem Scheiterhaufen, auf dem Wettiner Platz. Das Feuer brannte bis in die Abendstunden und die Reste landeten als Altpapier beim Altwarenhändler – insgesamt 20 Tonnen.

Diese Bücherverbrennung war der Vorläufer der Bücherverbrennungen, im Mai 1933

Zeugnis der Vergangenheit

Im Gehweg am Wettiner Platz befindet sich eines der letzten erhalten gebliebenen Luftschutzgitter der Firma Mannesmann Diese Gitter wurden in den Boden/Bürgersteig eingelassen um die darunter liegenden Luftschutzkeller zu belüften.

Mannesmann Luftschutzgitter am Wettiner Platz

Ein zweites uns bekanntes Gitter ist derzeit nicht zusehen. Es befindet sich am Neuen Rathaus auf der Kreuzstraße und ist aufgrund von Bauarbeiten gerade abgedeckt.

noch eine unmenschliche Geschichte des Platzes

Am 07.07.2012 titelte die BILD Zeitung „Warum wurde uns das Massengrab verschwiegen?“

Bei Bauarbeiten am 06.07.2012 hatten Bauarbeiter in der Schützengasse in der Nähe des Umweltzentrums die sterblichen Überreste von mehreren Menschen gefunden. Die Bild behauptete damals, dass die Behörden das Grab über mehrer Jahre verheimlicht hätten. Ein Mitarbeiter der Kriegsgräberfürsorge widersprach dieser Aussage.

Der Vorgang bekam ein Aktenzeichen und wurde als AZ 414 UJs 2249102 öffentlich bekannt.

Es wurden Ermittlungen eingeleitet.

Die Ermittlungen sollten klären, ob es sich um Opfer von Kriegshandlungen (z. B. Luftangriffe 1945), um Opfer von Gewalttaten nach Kriegsende oder um Bestattungen aus einer noch früheren Zeit handelt.

Die Toten lagen anonym und ohne Särge in einer Grube, somit bestand der Verdacht auf ein unnatürliches Ableben.

Über ein Ergebnis der Ermittlungen ist uns nichts bekannt.

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