Ihr kennt es alle übervolle Mülleimer an Spielplätzen oder Sperrmüll auf der Straße, zum Glück gibt es den Mängelmelder der Stadt Dresden.
Der Mängelmelder funktioniert ganz einfach, ihr müßt nur auf die Homepage der Stadt Dresden danach suchen oder auf diesen Link gehen. Auf der Seite bekommt ihr die Möglichkeit einen Mängel der euch aufgefallen ist in einer Karte zu markieren und zu beschreiben.

Wir haben ihn für euch getestet.
Am Montag entdeckten wir einen großen Haufen Altpapier und Pappen, unfein in Plastiktüten gestopft auf der Wachsbleichstraße. Vor dem Parkplatz des Sanitätsdienstes Ludendorff lagen sie auf dem Fußweg herum.
Wir haben einige Fotos von der Lagerstätte gemacht und dann den Mängelmelder bemüht.

Das wir uns vertippt hatten fiel uns zu spät auf und wir konnten es leider nicht mehr ändern. Ist ja auch logisch, denn der Hinweise erfolgte anonym. Es ist aber auch möglich eine e-mail Adresse zu hinterlassen, dann bekommt eine Information zu den Statusänderungen der Meldung.
Am nächsten Tag besuchten wir die Stelle erneut und siehe da der Haufen war verschwunden.

Die Kosten für die Entsorgung tragen die Verursacherinnen/Verursacher. DAs Ordnungsamt hat die Aufgabe die Verursacherinnen oder Verursacher zu ermitteln. Verbunden sind die Kosten mit einem Ordnungsgeld nach § 69 Abs. 1 Nr. 2 und § 69 Abs. 3 KrWG (Kreislaufwirtschaftsgesetz). Die Höhe kann bis zu mehrern tausend Euro betragen.
So kann das achtlose Wegwerfen von Kippen in Dresden bereits mit Verwarnungsgeldern ab ca. 10 € geahndet werden. Auf Spielplätzen oder in Grünanlagen wird es teurer, bis zu 1.000 € sind da möglich.
Wir alle bezahlen dafür
Die Stadt Dresden musste 2024 über 518 Tonnen Restabfall, Sperrmüll und Grünabfall von öffentlichen Flächen zu entfernen, dazu kamen zahlreiche Stückgüter (zB., 199 Kühlgeräte, 305 Bildschirmgeräte und 1.315 Fahrzeugreifen). Alles zusammen kostete uns das Einsammeln und Entsorgen der illegalen Ablagerungen 449.280 Euro.
Eine Summe die im Stadthaushalt für andere Sachen (Kultur, Sozialarbeit, öffentlichen Personennahverkehr uvam.) gebraucht wird.
Unverständlich, denn viele dieser Abfälle werden gebührenfrei auf den Wertstoffhöfen und bei mobilen Sammlungen angenommen.
